Erster Rodel-Weltcupsieg seit 22 Monaten Felix Loch kann's doch noch

Olympiasieger Felix Loch ist nach einer durchwachsenen Vorsaison ein perfekter Start in den aktuellen Rodel-Winter gelungen. In Innsbruck gab es einen deutschen Doppelsieg.
Traumstart nach einer Saison zum Vergessen für Felix Loch

Traumstart nach einer Saison zum Vergessen für Felix Loch

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Alexander Hassenstein / Getty Images

Der dreimalige Olympiasieger Felix Loch hat zum Auftakt der Rodel-Saison seinen ersten Weltcup-Sieg seit Februar 2019 gefeiert. Der 31-Jährige gewann bei der ersten Station in Innsbruck-Igls mit 0,126 Sekunden Vorsprung vor dem deutschen Teamkollegen Johannes Ludwig. Nach dem ersten Lauf hatte der Oberhofer noch auf Rang fünf gelegen. Bei Lochs 40. Weltcupsieg belegte der Italiener Dominik Fischnaller (+ 0,180) Platz drei.

»Das war ein super Rennen. Es hat alles geklappt, auch vom Material her haben wir einen gewaltigen Sprung nach vorn gemacht«, sagte Loch. »Das war auf jeden Fall ein geiler Einstand in die Saison. Viel besser hätte ich mir das nicht vorstellen können«, sagte Ludwig, der 2018 in Innsbruck gewann und in der vergangenen Saison mit drei Weltcupsiegen bester deutscher Rodler war.

Loch war seit den verpatzten Olympischen Spielen in Pyeongchang 2018 seiner Form hinterher gerodelt. In diesem Sommer habe er deutlich mehr trainiert und am Material getüftelt – offenbar mit dem richtigen Ansatz. In Innsbruck-Igls dominierte der 13-malige Weltmeister die Konkurrenz und fuhr in beiden Läufen die Bestzeit. Obwohl er im ersten Durchgang einen »Riesenpatzer« hinlegte. »Da habe ich kurz gedacht: Was ist denn eigentlich los? Das lernst du, wenn du das erste Mal herkommst, dass man nicht zu früh an die Acht fährt«, sagte Loch: »Aber es war einfach ein Fahrspurproblem.«

Im Doppelsitzer kamen die siebenmaligen Weltmeister Toni Eggert/Sascha Benecken mit 0,280 Sekunden Rückstand auf die Sieger Thomas Steu/Lorenz Koller (Österreich) als Dritte ins Ziel. Die zweimaligen Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt (+0,344) wurden Vierte.

Innsbruck-Igls ist die erste von neun Weltcup-Stationen des vorolympischen Winters. Erstmals steht dabei auch die Olympia-Bahn von Peking im Rennkalender. Am Sonntag starten auf der österreichischen Bahn die Frauen um Olympiasiegerin Natalie Geisenberger in die Saison.

sak/sid/dpa