Rodeln Hackl bleibt ohne Medaille

Zum ersten Mal seit über 20 Jahren gehen die deutschen Rodler bei Olympischen Einzelwettbewerben leer aus: Georg Hackl schaffte es bei seinem letzten Auftritt vor dem Karriereeende nicht auf das Podest. Wie vor vier Jahren ging die Goldmedaille an den Italiener Armin Zoeggeler.


Turin - "Ich habe alles gegeben", sagte Hackl, "mehr war leider nicht drin". Der 39-Jährige ist zum Abschluss seiner Rodel-Karriere ohne olympische Medaille geblieben. Der dreimalige Olympiasieger belegte im letzten Rennen seiner Laufbahn in Cesana den siebten Platz hinter seinen Teamkollegen David Möller und Jan Eichhorn. Rodel-Gold gewann wie 2002 in Salt Lake City der Italiener Armin Zöggeler. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Albert Demtschenko aus Russland und der Lette Martins Rubenis.

Rodler Hackl: "Mehr war leider nicht drin"
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Rodler Hackl: "Mehr war leider nicht drin"

"Es waren schöne Spiele, eine tolle Kulisse", so Hackl, "was will man mehr?" Der 39-Jährige verneigte sich nach seinem letzten Rennen in der Eisrinne vor dem Publikum. Erstmals seit 1984 und erst zum zweiten Mal überhaupt gab es damit kein Edelmetall für die deutschen Männer.

"Wenn ich hätte schneller sein wollen, hätte ich schneller starten müssen", sagte Hackl. Schon vor dem Finale gab er kopfschüttelnd den Medaillenkampf auf: "Dann ist es eben so. Die Medaille ist außer Reichweite, ich bringe es in Würde zu Ende." Rekord-Weltmeister Zöggeler setzte sich mit elf Hundertstelsekunden Vorsprung auf den Russen Demtschenko durch. Der Italiener sorgte unter dem Jubel der wenigen Zuschauer für das erste Gold der Gastgeber. Für den Südtiroler war es der zweite Triumph nach 2002 und die vierte Olympiamedaille insgesamt.

jto/dpa/sid



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