Fotostrecke

Olympia-Standort Sotschi: Winterspiele am Strand

Foto: STRINGER/RUSSIA/ REUTERS

Mildes Wetter Russland bunkert Schnee für Olympische Winterspiele

Das Wetter in Sotschi? 14 Grad und Regen. 2014 sollen in dem russischen Touristen-Mekka die Olympischen Winterspiele stattfinden: Was aber, wenn es auch zu den Wettkämpfen nicht schneit? Diese Sorge führt jetzt zu einem merkwürdigen Phänomen.

Hamburg - In Sotschi gibt es derzeit zu wenig Schnee. Während sich darüber mancher in Deutschland freuen würde, also über Temperaturen um 14 Grad, sind die Russen besorgt. Vom 7. bis 23. Februar 2014 sollen in der 350.000-Einwohner-Stadt am Schwarzen Meer die Olympischen Winterspiele stattfinden. Und da wäre Schnee hilfreich.

Der ist zumindest in diesem Winter allerdings ungünstig verteilt. Während es in Moskau in den vergangenen Tagen heftig schneite, erlebt Sotschi einen vergleichsweise milden Winter. Und außergewöhnliche Umstände erfordern außergewöhnliche Maßnahmen: Die Olympia-Organisatoren haben in der Nähe des Kaukasus-Gebirges schon jetzt 350.000 Kubikmeter Schnee für kommendes Jahr gelagert.

"Wir haben in den Bergen sieben separate Flächen für Schnee-Einlagerungen hergerichtet", sagte Sergej Bachin, Generaldirektor des Ski-Ressorts Rosa Chutor. "Ich will den Wettkämpfern versichern, dass es auch im Falle eines warmen Winters keinen Mangel an Schnee gibt", ergänzte Bachin.

400 Schneekanonen versorgen deshalb die Pisten mit Nachschub. Mit Planen sollen die Schneeberge dann abgedeckt werden. Während des Sommers sollen nur knapp 140.000 Kubikmeter Schnee schmelzen, der Rest reiche dann immer noch, sagte Bachin weiter. Insgesamt kostet die Schneelagerung elf Millionen Dollar.

chp/sid