Olympische Winterspiele Russlands Eishockey-Team scheitert sensationell im Viertelfinale

Wenn Russland eine Medaille fest eingeplant hatte, dann die im Eishockey. Doch die "Sbornaja" ist schon im Viertelfinale gescheitert, 1:3 verlor das Team gegen Finnland.

Russischer Nationalspieler Belov: 1:3 gegen Finnland
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Russischer Nationalspieler Belov: 1:3 gegen Finnland


Hamburg - Gastgeber Russland hat das für ihn wohl wichtigste Olympia-Gold von Sotschi vorzeitig verpasst. Das Eishockey-Team der Russen unterlag im Viertelfinale den Finnen 1:3 (1:2, 0:1, 0:0) und schied damit aus dem Turnier aus.

Für Russland traf lediglich Ilja Kowaltschuk (8. Minute) - er gehörte auch zu jener Mannschaft, die vor vier Jahren bei den Winterspielen in Vancouver ebenfalls in der Runde der letzten Acht ausgeschieden war. Juhamatti Aaltonen (10.), der 43 Jahre alte Kapitän Teemu Selänne (18.) und Mikael Granlund (26.) erzielten die Tore der Finnen, die im Halbfinale auf Weltmeister Schweden treffen.

Vor 11.654 Zuschauern im Bolschoi Eispalast merkte man den Russen zunächst nicht an, dass sie nur 24 Stunden zuvor in der Playoff-Qualifikation gegen Norwegen (4:0) ein kräftezehrendes Spiel bestritten hatten. Sie begannen druckvoll, Alexei Tereschenko und Kapitän Pawel Dazjuk (beide 3.) hatten die frühe Führung auf dem Schläger. Aber erst Kowaltschuk traf mit seinem harten Schuss in den Winkel.

Noch im Jubel der Zuschauer glich Aaltonen aus, kurz vor Drittelende brachte Routinier Selänne mit einem cleveren Schuss durch die Beine von Russlands Torhüter Semjon Warlamow seine Mannschaft in Führung. Nach Granlunds 3:1 drängte Russland auf den Anschluss. Den Offensivbemühungen fehlte allerdings die nötige Präzision, zudem lief Tuukka Rask im finnischen Tor zur Höchstform auf. Selbst Überzahlsituationen ließ Russland ungenutzt.

Am Abend (18 Uhr MEZ) kämpfen Olympiasieger Kanada und Lettland sowie die USA und Tschechien um die weiteren Halbfinaltickets.

luk/dpa/sid



insgesamt 31 Beiträge
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Crom 19.02.2014
1.
Wie so häufig in den letzten Jahren, große Erwartungen und dann kommt die Ernüchterung. Wenigstens daheim hätte ich mehr von Russland erwartet.
juergw. 19.02.2014
2. Schade...
Zitat von sysopGetty ImagesWenn Russland eine Medaille fest eingeplant hatte, dann die im Eishockey. Doch die "Sbornaja" ist schon im Viertelfinale gescheitert, 1:3 verlor das Team gegen Finnland. http://www.spiegel.de/sport/wintersport/russlands-eishockey-team-scheitert-sensationell-im-viertelfinale-a-954480.html
Finlandia war einfach besser.Hätte gerne Sbornaja noch weiter gesehen.Vielleicht hätte Putin mitspielen müssen...? Rossia sei nicht traurig,es gibt ja noch ein paar Medaillen zu gewinnen.
coyote38 19.02.2014
3. Absehbar ...
Dass dieses nicht die "legendäre" Mannschaft um den ZSKA-Block mit Krutov, Fetisov, Makarov, Larionov und Kasatonov ist, war schon das gesamte Turnier über zu besichtigen. Insofern war der Hype um diese "Sbornaja" ohnedies überzogen und das Ergebnis irgendwie absehbar.
LarionovC 19.02.2014
4. optional
Über das gesamte Turnier hinweg blieben Ovechtkin, Semin und Malkin sehr schwach; von der Abwehr ging keine echte Torgefahr aus - ganz anders als von den Verteidigern der Nordamerikaner. Echte Stars messen sich nicht am Gehalt, die ein Klub zu zahlen bereit ist, sondern an den sportlichen Erfolgen!
susiwolf 19.02.2014
5. sisu = die 'geistige Kraft'
Zitat von juergw.Finlandia war einfach besser.Hätte gerne Sbornaja noch weiter gesehen.Vielleicht hätte Putin mitspielen müssen...? Rossia sei nicht traurig,es gibt ja noch ein paar Medaillen zu gewinnen.
'Suomi on voittaja" - Finnland ist (der) Gewinner ... d a s zählt ;-) Wladimir mitspielen ? Trainiert von den Finnen ? Da sollte er doch erstmal Finnisch; und die finn. Kampfesseele kennen lernen. Die Finnen sind ausnahmslos 'Stehaufmännchen' im wahrsten und positiven Sinne des Wortes. Das geht nur mit s i s u (Zähigkeit, Ausdauer, Beharrlichkeit)
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