Ski alpin Der Tag der Österreicher

Zwei Rennen, zweimal Freude bei den Teams aus Österreich. In Semmering standen drei Starterinnen des ÖSV nach dem Riesenslalom auf dem Podest. In Bormio feierte ein Landsmann dagegen einen viel umjubelten Erfolg.


Bormio - Der frühere Weltmeister Michael Walchhofer beendete mit seinem Triumph bei der Abfahrt in Bormio eine Serie von 13 Rennen ohne Sieg für die Österreicher in dieser Weltcup-Saison. Im Ziel war der Olympiazweite eine Hundertstelsekunde schneller als der zweitplatzierte Didier Cuche aus der Schweiz. "Das ist eine große Erleichterung, ein sehr emotionaler Tag", sagte der österreichische Männer-Cheftrainer Toni Giger. "Es waren alle ein bisschen angespannt, weil wir nicht gewonnen haben. Dieser Sieg tut gut." Walchhofer, 2005 WM-Dritter auf der "Stelvio", erklärte: "Es wird nicht nur mir ein Riesenstein vom Herzen gefallen sein."

Abfahrer Walchhofer: Nach 13 sieglosen Rennen wieder ein Erfolg für Österreich
AFP

Abfahrer Walchhofer: Nach 13 sieglosen Rennen wieder ein Erfolg für Österreich

Bester Deutscher auf einer der technisch anspruchsvollsten und schwierigsten Pisten im Weltcup war Stephan Keppler (+1,65), der den 24. Rang belegte. Auf dem 27. Platz im Endklassement lag dagegen Johannes Stehle (+2,00).

Cuche indes ärgerte sich über den knapp verpassten Triumph, nachdem er schon in Gröden um zwei Hundertstel den Sieg verpasst hatte, den sich der US-Amerikaner Steve Nyman holte. "Ich habe unten zwei Fehler gemacht. Ich hoffe, dass mir morgen die Revanche gelingt." Die Schweizer Männer sind seit 101 Rennen ohne Sieg im Weltcup. Der letzte gelang im März 2004 in Garmisch-Partenkirchen. Sieger damals: Didier Cuche.

Österreichs Ski-Rennläuferinnen dominieren unterdessen weiter den Weltcup. Beim Riesenslalom in Semmering fuhr Kathrin Zettel in 2:09,50 Minuten auf Rang eins und damit zu ihrem zweiten Saisonsieg. Ihre Teamkolleginnen Nicole Hosp (2:09,60) und Marlies Schild (2: 09,66) belegten die Plätze zwei beziehungsweise drei. Die einzige Deutsche im Finaldurchgang war Kathrin Hölzl (2:12,63), die auf den 16. Rang fuhr.

mt/sid



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