Ski alpin DSV-Cheftrainer Berthold hört auf

Erst der Rücktritt von Felix Neureuther, nun hört auch Cheftrainer Mathias Berthold auf. Zusammen mit Alpindirektor Schwaiger hatte er die deutschen Skirennfahrer wieder an die Weltspitze geführt.

Matthias Berthold
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Matthias Berthold


Nächster Rückschlag für die Alpinsparte des Deutschen Ski-Verbands (DSV): Vier Tage nach dem letzten Auftritt von Skistar Felix Neureuther hat auch Cheftrainer Mathias Berthold überraschend seinen Abschied verkündet. Der Österreicher wolle sich "beruflich neu orientieren" und künftig als Privatcoach mit einzelnen Athleten arbeiten, teilte der DSV mit. Ein Nachfolger ist noch nicht benannt. Alpindirektor Wolfgang Maier führt bereits Gespräche mit möglichen Kandidaten.

"Wir haben gemeinsam in den letzten Jahren viele große Erfolge feiern dürfen", wird Maier in der Mitteilung zitiert. "Die Basis hierfür war die extrem engagierte und hochprofessionelle Arbeit von Mathias Berthold. Daher bedauere ich die Entscheidung, respektiere sie aber auch."

Der frühere deutsche Frauen-Cheftrainer Berthold arbeitete zum zweiten Mal in leitender Funktion für den DSV. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, aus der Männer-Mannschaft um Neureuther eine international erfolgreiches Team zu formen. Vor allem mit der Speedgruppe feierte der 53-Jährige unerwartete Erfolge. Thomas Dreßen 2018 und Josef Ferstl im Januar wurden unter ihm zu Kitzbühel-Siegern.

2006 hatte Berthold nach den medaillenlosen Winterspielen von Turin die deutschen Frauen übernommen. Maria Höfl-Riesch und Viktoria Rebensburg wurden unter seiner Leitung zu Olympiasiegerinnen, nach den Spielen von Vancouver 2010 verließ er den DSV und kehrte als Männerchef beim Österreichischen Skiverband (ÖSV) in seine Heimat zurück, bevor er 2014 erneut zum DSV wechselte.

sak/sid



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