Comeback nach Horrorsturz gescheitert Grugger muss Karriere beenden

Es geht nicht mehr weiter: Skiläufer Hans Grugger kann seine Karriere nicht fortsetzen. Der Österreicher leidet immer noch unter den Nachwirkungen der Sturzverletzungen, die er Anfang 2011 auf der Streif in Kitzbühel erlitt. 
Gestürzter Skifahrer Grugger: Karriereende nach Unfall auf der Streif

Gestürzter Skifahrer Grugger: Karriereende nach Unfall auf der Streif

Foto: Robert Parigger/ dpa

Hamburg - Der österreichische Ski-Rennläufer Hans Grugger muss seine Karriere wegen der gesundheitlichen Folgen seines schweren Sturzes vom 20. Januar 2011 in Kitzbühel beenden. Der 30-Jährige hat weiterhin Probleme mit dem rechten Bein, die eine Rückkehr ins Renngeschehen unmöglich machen, wie Grugger am Dienstag in Innsbruck sagte. Grugger hat in seiner von Verletzungen (insgesamt vier Kreuzbandrisse) überschatteten Karriere je zwei Abfahrten und Super-G im Weltcup gewonnen.

Vor 15 Monaten stürzte er beim Abfahrtstraining auf der Streif bei der Landung nach dem Mausefalle-Sprung so unglücklich, dass er sich schwere Kopf- und Brustkorbverletzungen, unter anderem ein Schädelhirntrauma, Rippenbrüche und eine Lungenquetschung, zuzog. Nach einer fünfeinhalbstündigen Notoperation lag er in Innsbruck tagelang im künstlichen Koma. Zur Druckminderung wurde Grugger ein Teil der Schädeldecke entnommen, der 14 Tage nach erfolgreicher Beendigung der Aufwachphase am 1. Februar wieder eingesetzt wurde.

Grugger fällt der Abschied vom aktiven Rennsport nicht schwer. "Dieser Schritt war absolut nicht schmerzhaft für mich. Ich bin heilfroh und dankbar, dass es mir so gut geht. Dass ich in Zukunft keine Rennen mehr bestreiten kann, ist ein relativ kleines Problem", sagte Grugger in Innsbruck: "Ich kann immer noch frei skifahren und eigentlich wieder alles machen."

Am 12. Oktober, 265 Tage nach dem Sturz, hatte Grugger in Sölden erstmals wieder auf Skiern gestanden - sein damals noch erklärtes Ziel: die Saison 2012/2013. Zwei Tage zuvor hatte er sich seinen Unfall alleine zu Hause im Internet angesehen. "Es hat nicht so schön ausgeschaut, aber es war nicht so schlimm. Weil ich ja wusste, dass der, der da liegt, wieder gesund wird", so Grugger damals.

aha/sid