Shiffrin schreibt erneut Skigeschichte »Ich hatte ein bisschen Angst vor diesem Tag«

Mikaela Shiffrin hat ihrer außergewöhnlichen Karriere eine weitere Bestmarke hinzugefügt: Die 27-Jährige raste beim Riesenslalom am Kronplatz zu ihrem 83. Weltcup-Sieg – und ist nun alleinige Rekordhalterin.
Mikaela Shiffrin

Mikaela Shiffrin

Foto: Alessandro Trovati / AP

Skirennfahrerin Mikaela Shiffrin hat beim Riesenslalom am Kronplatz ihren 83. Weltcup-Sieg gefeiert und ist damit zur alleinigen Rekordhalterin bei den alpinen Damen aufgestiegen. Bislang hatte sich die US-Amerikanerin die Spitze der ewigen Bestenliste mit ihrer 2019 zurückgetretenen Landsfrau Lindsey Vonn geteilt. Nun hat sie einen Erfolg mehr als ihre Ex-Teamkollegin.

»Ich hatte ein bisschen Angst vor diesem Tag, weil ich fürchtete, dass meine Gefühle verrückt spielen würden«, sagte Shiffrin beim Siegerinnen-Interview. Ihre Emotionen verbarg sie hinter einer dicken, goldfarbenen Sonnenbrille. »Es fällt mir schwer, Worte zu finden«, meinte die US-Amerikanerin. Der Renntag sei »stressig« gewesen, sie selbst »nervös«. Die Aufregung, berichtete sie etwas blass um die Nase, »war zu viel, um es wirklich fühlen zu können«. Jetzt aber »versuche ich einfach, es zu genießen«.

»Es war so wunderbar zu fahren«

Hält Shiffrin ihre Topform, dürfte sie in dieser Saison auch noch den Allzeitrekord von Ingemar Stenmark knacken. Der Schwede liegt mit 86 Weltcup-Siegen noch knapp vor ihr. Bereits am Mittwoch steht am Kronplatz ein weiterer Riesenslalom an.

Shiffrin hatte bei ihrem neunten Saisonsieg am Dienstag 0,45 Sekunden Vorsprung auf die zweitplatzierte Weltmeisterin Lara Gut-Behrami aus der Schweiz. Dritte wurde bei ihrem Heimrennen am Rande der Dolomiten die Italienerin Federica Brignone (+1,43 Sekunden).

Auch vom leichten Schneefall ließ sich Shiffrin nicht bremsen. Schon am Morgen habe sie sich »eingefühlt« in ihre Rekordjagd, berichtete sie. Als sie dann gesehen habe, wie die vielen Arbeiter den über Nacht gefallenen Schnee von der schweren Piste räumten, sei sie noch motivierter gewesen. »Bessere Bedingungen«, meinte Shiffrin, »hatten wir die ganze Saison nicht. Es war so wunderbar zu fahren.«

Die einzigen deutschen Starterinnen, Jessica Hilzinger und Andrea Filser, schafften es bei dem Event in Südtirol nicht in den zweiten Durchgang.

ara/dpa/sid
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