Ski alpin Vonn deklassiert die Konkurrenz

Lindsey Vonn bleibt die dominierende Abfahrerin des Winters. Bei der Weltcup-Abfahrt in Lake Louise siegte die US-Amerikanerin mit deutlichem Vorsprung. Viktoria Rebensburg und Maria Höfl-Riesch verpassten das Treppchen. Beim Super-G der Herren feierte ein Schweizer seinen ersten Weltcup-Erfolg.

Skifahrerin Vonn: Sieg beim Abfahrt-Weltcup in Lake Louise siegreich
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Skifahrerin Vonn: Sieg beim Abfahrt-Weltcup in Lake Louise siegreich


Hamburg - Was eine neue, alte Freundschaft so bewirken kann. Skifahrerin Lindsey Vonn hat im ersten Rennen nach der Versöhnung mit Maria-Höfl Riesch eine beeindruckende Leistung gezeigt. Bei der zweiten Weltcup-Abfahrt auf ihrer Lieblingsstrecke im kanadischen Lake Louise innerhalb von 24 Stunden deklassierte die Amerikanerin erneut die Konkurrenz.

1,68 Sekunden lag die US-Amerikanerin vor Marie Marchand-Arvier aus Frankreich und 1,91 Sekunden vor Doppel-Weltmeisterin Elisabeth Görgl aus Österreich. Nur knapp am Siegerpodest vorbei fuhr erneut Riesenslalom-Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg - ihr fehlte eine Hundertstelsekunde zu Rang drei. Höfl-Riesch fuhr 2,08 Sekunden langsamer als ihre Freundin und landete damit auf Platz sechs. Damit übernahm Vonn auch die Führung im Gesamtweltcup von Rebensburg.

Überschattet wurde das Rennen von einem schweren Sturz von Laurenne Ross. Die US-Amerikanerin flog mit hohem Tempo ungebremnst in die Fangzäune und musste mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden.

Viletta feiert Überraschungssieg

Bei den Herren gewann überraschend Sandro Viletta aus der Schweiz den zweiten Super-G des alpinen Weltcup-Winters gewonnen. Bei Schneefall und zeitweise leichtem Nebel fuhr der 25-Jährige in Beaver Creek im US-Bundesstaat Colorado zu seinem ersten Weltcup-Sieg. "Man träumt immer, aber dass es so gut geht, hätte ich nicht gedacht. Es ist unglaublich", sagte der Überraschungssieger.

Mit der Startnummer 30 verdrängte Viletta, der es in vier Jahren erst sechsmal in die Top Ten geschafft hatte, den lange Zeit führenden Olympiasieger Aksel Lund Svindal aus Norwegen auf Rang zwei (0,20 Sekunden Rückstand). Dritter wurde der Schweizer Beat Feuz (+0,26).

Stephan Keppler holte mit einem Rückstand von 1,19 Sekunden auf Viletta als 15. erstmals in dieser Saison Weltcup-Punkte. "Das ist okay", sagte Sportdirektor Wolfgang Maier, "aber zu Jubelstürmen gibt es keinen Anlass." Andreas Sander belegte mit 2,40 Sekunden Rückstand nur Rang 36.

leh/sid



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