Ski nordisch Kircheisen gelingt historischer Dreifachsieg

Junioren-Weltmeister Björn Kircheisen aus Johanngeorgenstadt wandelt auf den Spuren seines Bundestrainers Hermann Weinbuch. Innerhalb von 48 Stunden holte sich der Weltcup-Führende seinen dritten Sieg.


Trondheim - Nach dem knappen Sieg am Samstag dominierte der 19-jährige Björn Kircheisen weiterhin den Nordischen Kombinations-Weltcup. Beim dritten Wettbewerb innerhalb von 48 Stunden feierte der Junioren-Weltmeister seinen dritten Einzelsieg in Folge. Erneut schaffte das deutsche Team einen Doppelsieg. 10 Sekunden nach dem Sieger überquerte der Oberhofer Ronny Ackermann die Ziellinie als Zweiter.


Den Sprint-Wettbewerb begann der Shooting-Star mit einem 131-Meter-Sprung, dies bedeutete einen knappen Vorsprung von fünf Sekunden auf Ronny Ackermann. Der Führende im Weltcup ergriff jedoch die Flucht nach vorn und nahm seinem Teamkollegen weitere fünf Sekunden ab und feierte somit als erster Kombinierer der Geschichte ein Triple in so kurzer Zeit. "Ich begreife auch nicht, was hier los ist. Der Erfolg macht mich einfach immer stärker. Ich habe die Ziele für die Saison ja schon jetzt übertroffen", war Kircheisen nach dem Sieg überglücklich. Schließlich war der Erfolg am Freitag sein erster Weltcup-Triumph seiner Laufbahn. Bisher galt der zweite Platz in Kuopio der vergangenen Saison als sein bestes Ergebnis.


"Es ist Wahnsinn, was dieser Junge für Mut hat. Er hat einfach einen Superlauf. Wir werden schon dafür sorgen, dass er nicht abhebt", zeigte sich auch Bundestrainer Hermann Weinbuch beeindruckt von seinem Schützling. Der Coach selber schaffte 1986 als einziger deutscher Kombinierer drei Siege in Folge. Im Weltcup führt Björn Kircheisen jetzt klar mit 360 Punkten vor Ackermann (255), dem Amerikaner Johnny Spillane (226) und dem Zweiten vom Samstag Georg Hettich (225). Die Dominanz der Deutschen gleicht ein wenig der von Ferrari in der Formel 1: "Ich werde gern mit Ferrari verglichen. Wir sind von Jahr zu Jahr stärker geworden, die Jungs in der Mannschaft treiben sich gegenseitig nach vorn. Den Neid der Weltelite nehme ich gern in Kauf", sagte der zufriedene Trainer Weinbuch abschließend nach dem historischen Wochenende in Trondheim.



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