Ski-WM in Åre Ferstl überzeugt - und hat im Super-G doch keine Chance gegen die Topfahrer

Bestes deutsches Super-G-Ergebnis bei einer WM seit 1989, aber keine Medaille: Josef Ferstl ist beim Auftaktrennen der Männer Sechster geworden. Der Italiener Dominik Paris gewann den ersten WM-Titel seiner Karriere.

Josef Ferstl
CHRISTIAN BRUNA/EPA-EFE/REX

Josef Ferstl


Josef Ferstl ist im Super-G bei der Ski-WM in Åre Sechster geworden und hat damit wie DSV-Teamkollegin Viktoria Rebensburg 24 Stunden zuvor eine Medaille verpasst. Dem Kitzbühel-Sieger fehlten im ersten WM-Rennen der Männer drei Zehntelsekunden zum Podium.

Gold sicherte sich der italienische Skirennfahrer Dominik Paris, der in einem spannenden Rennen nur 0,09 Sekunden schneller war als die zeitgleichen Johan Clarey aus Frankreich und Vincent Kriechmayr aus Österreich - sie gewannen jeweils Silber. Eine Bronzemedaille wurde entsprechend nicht vergeben.

Paris war als einer der Favoriten in das Rennen gegangen, zuletzt hatte er im Dezember vergangenen Jahres den Super-G im italienischen Bormio gewonnen. "Die Freude ist schon riesig. Ich musste lange zittern. Heute war so flaches Licht, dass es sehr schwierig war", sagte er nach seinem Erfolg in der ARD. Für den 29-Jährigen ist es der erste WM-Titel seiner Karriere.

Dominik Paris
Getty Images

Dominik Paris

Ferstl fehlten 0,39 Sekunden zu Paris. "Das Glück", sagte Ferstl auch mit Blick auf den vierten Rang von Viktoria Rebensburg am Vortag, "ist nicht auf unserer Seite." Aber: "Bei der WM Top Sechs, da kann ich zufrieden sein." Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang hatte der 30-Jährige den Super-G als 27. beendet.

Besser war ein Deutscher in einem WM-Super-G zuletzt 1989, als der spätere Doppel-Olympiasieger Markus Wasmeier Fünfter wurde. Zwei Jahre zuvor hatte Wasmeier mit Bronze die einzige deutsche Medaille in der zweitschnellsten Disziplin gewonnen.

Bei den Männern geht es am Samstag um 12.30 Uhr (Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: ARD) weiter, dann findet die Abfahrt statt. Zeitplan, Favoriten, Rekorde: Lesen Sie hier alle wichtigen Informationen über die Ski-WM 2019.

jan



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chense90 06.02.2019
1. Keine Chance ist nun relativ ...
... Feratl hat einen kleinen Fehler an einer der blödesten Stellen gemacht verlor so schon Zeit und konnte dadurch auch hintenraus nicht mehr ganz genug Speed aufbauen ... Paris wäre nach seinem Patzer ganz unte zu biegen gewesen wie man auch sehen konnte ... immerhin haben reihenweise Fahrer auf den letzten 15 Fahrsekunden bis zu 4 Zehntel geholt. Schade auch, dass das starke Ergebnis eines zweiten deutschen Fahrers so garnicht gewürdigt wird.
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