Skispringen Severin Freund ist Skiflug-Weltmeister

Er ist Deutschlands erster Skiflug-Weltmeister seit zwölf Jahren: Severin Freund hat bei der WM in Harrachov triumphiert. Dabei profitierte er davon, dass zwei Durchgänge aufgrund des schlechten Wetters abgesagt werden mussten.

Skispringer Freund: Skiflug-Weltmeister 2013
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Skispringer Freund: Skiflug-Weltmeister 2013


Hamburg - Severin Freund ist neuer Skiflug-Weltmeister. Der 25-Jährige gewann im tschechischen Harrachov nach der Absage zweier geplanter Durchgänge mit 391 Punkten vor dem Norweger Anders Bardal (379) und dem Slowenen Peter Prevc (375,6) die Goldmedaille. Für Freund ist es der erste große Einzel-Titel seiner Karriere.

"Das war eine grandiose Vorstellung. Severin wird sich nie wieder rechtfertigen müssen. Er hat hier gezeigt, dass er absolut ein Mann für große Medaillen ist", sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Durch diesen Erfolg feiert Deutschland den ersten Skiflug-Weltmeister seit Sven Hannawald 2002. Nur 26 Tage nach dem Gewinn der Goldmedaille im olympischen Teamwettbewerb krönte der derzeit beste deutsche Skispringer die mit Abstand erfolgreichste Saison seiner Karriere. Zuletzt hatte Freund drei Weltcup-Siege in nur zwei Wochen gefeiert.

Die Wettkämpfe in Harrachov führte Freund nach dem zweiten Durchgang am Freitag an. Aufgrund der schlechten Verhältnisse wurde der Start am Samstag mehrfach verschoben, bis das Fliegen letztendlich abgesagt werden musste. Insgesamt ist der 25-Jährige der fünfte deutsche Skiflug-Weltmeister nach Hans-Georg Aschenbach (1973), Klaus Ostwald (1983), Dieter Thoma (1990) und dem zweimal erfolgreichen Hannawald (2000, 2002).

Andreas Wellinger beendete die WM als zweitbester Deutscher auf dem 13. Platz. Routinier Michael Neumayer und WM-Debütant Markus Eisenbichler waren am Freitag auf den Rängen 34 und 38 bereits nach dem ersten Durchgang ausgeschieden.

asi/sid

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derlabbecker 15.03.2014
1. wie ich ihm das gönne...
Zitat von sysopGetty ImagesEr ist Deutschlands erster Skiflug-Weltmeister seit zwölf Jahren. Severin Freund hat bei der WM in Harrachov triumphiert. Dabei profitierte er davon, dass zwei Durchgänge aufgrund des schlechten Wetters abgesagt werden mussten. http://www.spiegel.de/sport/wintersport/skiflug-wm-severin-freund-ist-skiflug-weltmeister-a-958872.html
... immer nur diese 4. Plätze in der Vergangenheit, oft mit Pech, da hatte er oft von allen vorne die schlechtesten Bedingungen. Er war gestern der absolut Beste in 2 Durchgängen (auch wenn er im ersten 'nur' 2. war, da hatte aber wieder Prevs die besseren Bedingungen...). Jetzt hatte er auch mal Glück, dass wegen Wind abgesagt wurde, wobei ich glaube, dass er die beiden auch noch als Bester runtergebracht hätte.
noalk 15.03.2014
2. Wieso profitierte Freund von der Absage ...
... zweier Durchgänge? Er hatte die selben Bedingungen wie alle anderen Springer auch. Die hatten gestern auch Gelegenheit, ihre Fähigkeiten zu zeigen. Alle haben von der Absage profitiert, jeder hätte zurückfallen können. Von Profitieren könnte man allenfalls reden, wenn vor Freund liegende Springer durch nicht von ihnen zu vertretende Umstände ausgefallen wären.
insomnium 15.03.2014
3.
Schade, dass heute nicht gesprungen werden konnte und somit die Besonderheit einer Skiflug-WM, in vier anstatt nur in zwei Durchgängen eine Spitzenleistung zeigen zu müssen, um ganz vorne zu landen, nicht zum Tragen kam. Jetzt hoffe ich nur, dass die Bedingungen morgen einen fairen Teamwettbewerb erlauben.
Stefan_G 15.03.2014
4. Wenn schon ...
Zitat von noalk... zweier Durchgänge? Er hatte die selben Bedingungen wie alle anderen Springer auch. Die hatten gestern auch Gelegenheit, ihre Fähigkeiten zu zeigen. Alle haben von der Absage profitiert, jeder hätte zurückfallen können. Von Profitieren könnte man allenfalls reden, wenn vor Freund liegende Springer durch nicht von ihnen zu vertretende Umstände ausgefallen wären.
... Wortklauberei: Er profitierte am meisten von der Absage. Jeder andere hätte sich sowohl verbessern als auch verschlechtern als auch auf gleichem Rang bleiben können. Nur Severin Freund hätte sich nur verschlechtern oder auf gleichem Rang bleiben können. Trotzdem herzlichen Glückwunsch an ihn für eine starke Leistung und einen Platz in den Geschichtsbüchern des Skispringens.
_scout_ 16.03.2014
5. Es sei ihm vergönnt,
er ist ein sympathischer Kerl und er hat sicherlich auch hart dafür gearbeitet. Bei Olympia hatte er wirklich Pech normal wäre schon eine Einzelmedaille und wenn es nur die bronzene gewesen wäre drin gewesen, einmal gestürzt und einmal sehr knapp 4ter gewesen.
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