Skilanglauf Claudia Künzel sprintet zu Silber

Die Skilangläuferin Claudia Künzel hat bei den Olympischen Winterspielen die Silbermedaille im Sprint der Frauen gewonnen. Der schnellste Lauf glückte einer Außenseiterin aus Kanada, Bronze ging nach Russland. Bei den Männern holte Schweden gleich zwei Medaillen.


Pragelato - Im Endlauf der schnellsten vier Langläuferinnen war die 28 Jahre alte Künzel 0,2 Sekunden schneller als ihre russische Konkurrentin Alena Sidko. Gold mit einem Vorsprung von 0,7 Sekunden gewann Chandra Crawford, deren kanadische Landsfrau Beckie Scott wurde Vierte. Crawford benötigte für die 1,1 Kilometer im freien Stil 2:12,3 Minuten.

Langläuferin Künzel: "Schwacher Start"
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Langläuferin Künzel: "Schwacher Start"

Die zu den Titelkandidaten gezählten Lina Andersson aus Schweden sowie die Norwegerin Marit Björgen hatten den Finaleinzug verpasst. Für Künzel ist es nach Silber mit der deutschen Staffel die zweite Medaille in Turin. Manuela Henkel und Stefanie Böhler waren im Viertelfinale gescheitert, Nicole Fessel bereits in der Qualifikation.

"Ich konnte die ersten Läufe dominieren und habe dabei Kraft gespart. Meine Ski waren einfach perfekt, so konnte ich wieder vorne mitfahren", sagte Künzel, gestand aber auch ein, dass Siegerin Crawford einfach nicht zu schlagen war: "Sie war von Anfang an extrem stark und hat schon vor der Zielgerade die Entscheidung zu ihren Gunsten erzwungen. Am Ende bin ich froh, Silber gerettet zu haben."

Künzel nimmt zum zweiten Mal an Olympischen Spielen teil. Die Sportsoldatin vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal hatte 2002 in Salt Lake City mit der Staffel Olympisches Gold geholt. Zudem wurde Künzel 2003 Staffel-Weltmeisterin.

Lindh gewinnt zweites Gold in Turin

Bei den Männern gewann Schweden zweimal Edelmetall. Björn Lindh holte in 2:26,5 Minuten Gold, Bronze ging an Thobias Fredriksson. Gemeinsam hatten die beiden Skandinavier bereits im Teamsprint triumphiert. Silber holte der Franzose Roddy Darragon, der für die 1,3 Kilometer 0,6 Sekunden mehr als Lindh benötigte.

"Ich habe wahnsinnig hart an meiner Technik gefeilt. Aber das können die Deutschen auch", sagte Lindh. Die hatten allerdings durchweg auf den Start verzichtet. "Ich hätte gegen die Sprint-Spezialisten keine Chance gehabt", sagte Tobias Angerer. Am Samstag starten die Frauen noch im Massenstart über 30 Kilometer, am Schlusstag sind die Männer über 50 Kilometer dran.

knu/sid



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