Skilanglauf Gemischte Gefühle nach der WM-Generalprobe


Asiago - Freude bei Evi Sachenbacher, leichte Unzufriedenheit bei René Sommerfeldt: Die beiden besten deutschen Skilangläufer beendeten die WM-Generalprobe im italienischen Asiago am Samstag mit gemischten Gefühlen. Während die Sprint-Olympia-Zweite aus Reit im Winkl den Weltcup über 5 Kilometer im klassischen Stil mit einem für ihre Verhältnisse sehr guten siebenten Platz beendete, wurde der Weltcup-Zweite aus Oberwiesenthal über 10 Kilometer nur 25ster und büßte wertvolle Punkte auf Spitzenreiter Mathias Fredriksson (Schweden) ein.

Die Siege gingen an Olympiasieger: Bei den Frauen dominierte zum neunten Mal in dieser Saison Bente Skari (Norwegen), in der Männer-Konkurrenz meldete sich fast schon erwartungsgemäß der Este Andrus Veerpalu wie immer kurz vor dem Höhepunkt des Wettkampfjahres mit einem Erfolgserlebnis in der Weltspitze zurück.

"Ich bin selbst überrascht, wie gut es hier gegangen ist. Das Wichtigste ist: Ich habe keine Schmerzen mehr und kann befreit laufen", sagte Evi Sachenbacher, die mit ihrer Leistung auch die beiden Klassik-Spezialistinnen Manuela Henkel (Oberhof/12.) und Viola Bauer (Oberwiesenthal/19.) klar beherrschte. "Aber keiner soll jetzt den Schluss ziehen, dass ich plötzlich eine bessere Klassikerin bin. Ich werde auch in der Staffel skaten", so die im Weltcup auf Platz fünf liegende Staffel-Olympiasiegerin.

Besonders schwer tat sich Claudia Künzel, die einen rabenschwarzen Tag erwischte und nur auf Rang 42 landete. "Sie ist einfach nicht ins Rennen rein gekommen. So was passiert mal, ist aber nicht so tragisch. Das hat keine Auswirkungen auf ihr Selbstbewusstsein", sagte Bundestrainer Jochen Behle.

"Eigentlich wollten wir versuchen, den Abstand auf Frederiksson nicht all zu groß werden zu lassen. Aber das hat heute nicht funktioniert, obwohl René sicherlich im Rahmen seiner Möglichkeiten gelaufen ist", so Behle zum Abschneiden von Sommerfeldt. "Nun müssen wir noch stärker auf die Freistil-Weltcups setzen. Aber das ist jetzt erst einmal zweitrangig. In den kommenden zwei Wochen gilt alle Aufmerksamkeit der WM", betonte der Bundestrainer, der mit seinen Klassikern Axel Teichmann (Lobenstein/13.) und Andreas Schlütter (Oberhof/16.) sowie Jens Filbrich (Frankenhain/29.) dennoch ganz zufrieden war. "Das war noch einmal ein gutes und wichtiges Einlaufen für die WM."



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