Skispringen DSV-Team misslingt Olympia-Revanche

Es soll einfach nicht sein: Nach einem frustrierenden vierten Platz bei Olympia sind die DSV-Springer beim Weltcup in Lahti sogar noch weiter als in Turin am Podest vorbeigeflogen. Ganz oben landeten bekannte Gesichter.


Lahti - Vor über 20.000 Zuschauern bei den Salpausselkä-Skispielen triumphierte wie zwölf Tage zuvor in Turin das Team aus Österreich. Rang zwei sicherte sich Norwegen vor Finnland. "Wir müssen einfach akzeptieren, dass die Anderen derzeit einfach besser sind, und wir es nicht so weit nach vorn schaffen wie erhofft", sagte Martin Schmitt, der gemeinsam mit Michael Neumayer, Georg Späth und Michael Uhrmann das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) bildete.

Springer Späth: "Herz im Hotel gelassen"
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Springer Späth: "Herz im Hotel gelassen"

"Wir wollten richtig angreifen, aber das ist uns leider nicht geglückt," ergänzte Späth. Bundestrainer Peter Rohwein hatte im Vergleich zum vierten Olympia-Platz seine Mannschaft personell nicht umformiert. Statt Olympia-Schlussspringer Späth kam diesmal allerdings Uhrmann als letzter Schanzenpilot zum Einsatz. Der taktische Wechsel zeigte nicht den erhofften Erfolg. Bereits im ersten Durchgang blieben vor allem Schmitt und Späth mit jeweils nur 113 Metern weit hinter den Erwartungen zurück.

"Der Georg hat heute sein Herz zu Hause im Hotel gelassen. Wenn einer so auslässt, kann die Mannschaft nicht weiter vor kommen", ärgerte sich Rohwein. Im Finale schaffte der Österreicher Andreas Widhölzl mit spektakulärer Flugeinlage 135,5 Meter und damit Schanzenrekord.

mig/sid



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