Skispringen Österreichs Erfolgstrainer Pointner tritt ab

Die Erfolgsära von Österreichs Skisprung-Chefcoach Alexander Pointner ist beendet. Nach zehn Jahren hat sich Pointner mit dem Verband nicht auf eine Verlängerung seines Vertrages einigen können. Nachfolger wird Heinz Kuttin.

Trainer Pointner (Archivbild): "Eine schmerzhafte Erfahrung für mich"
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Trainer Pointner (Archivbild): "Eine schmerzhafte Erfahrung für mich"


Hamburg - Der ehemalige Doppel-Weltmeister Heinz Kuttin ist neuer Trainer der österreichischen Skispringer. Der 43-Jährige wird Nachfolger von Erfolgscoach Alexander Pointner, dessen Vertrag nach zehn Jahren nicht verlängert wurde. Das teilte der Österreichische Skiverband (ÖSV) mit. "Nach einer eingehenden Analyse der Olympiasaison haben wir uns dazu entschlossen, im Skisprungbereich neue Impulse zu setzen", sagte ÖSV-Sportdirektor Hans Pum.

Pointner hatte die Trennung mit großen Auffassungsunterschieden in den Gesprächen begründet. "Die Art und Weise, wie dies zustande gekommen ist, war eine schmerzhafte Erfahrung für mich", sagte der 43-Jährige. Unter Pointner, der das Amt 2004 übernommen hatte, holten die ÖSV-Springer unter anderen dreimal Olympia-Gold, zehn WM-Titel und vier Weltcup-Gesamtsiege. Seit 2009 triumphierten seine Schützlinge gleich sechsmal in Folge bei der Vierschanzentournee.

Zuletzt hatte es allerdings im Team gekriselt. Vor allem Überflieger Gregor Schlierenzauer hatte verstärkt Kritik an Pointner geäußert. "Das Thema Schlierenzauer hat nur eine Nebenrolle gespielt, aber ich bin erleichtert, dass ich mich im Moment nicht mehr mit internen Ringkämpfen auseinandersetzen muss", sagte Pointner.

Kuttin soll nun an dessen Erfolge anknüpfen. Der ehemalige Top-Springer, der 1991 zweimal WM-Gold holte, hatte nach dem Ende seiner Karriere unter anderem in Deutschland und Polen als Trainer gearbeitet. Seit 2009 war er wieder in Österreich beschäftigt, zuletzt am Stützpunkt in Villach.

mib/dpa

insgesamt 2 Beiträge
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dannyandy 11.04.2014
1. Pointner über die Klinge springen lassen!
Pointner war für Österreich gut genug, wenn alle Siege nach Österreich gingen! Die Saison 2013/2014 war ausser dem Gewinn der Vierschanzentournee durch einen Austria-Nobody sehr kläglich. Olympia und Gesamtweltcup gingen berechtigterweise nach Polen! Also fällt dem Austria-Skiverband nichts anderes ein als Pointner/Rübe runter! Die Österreicher sollten sich dringend im Skispringen an eins gewöhnen: ans Verlieren! P.S. Schöne Grüße von den deutschen Team-Olympiasiegern!
theodorzaloschnik 11.04.2014
2.
Das ist die bittere Realität. Wer erfolglos ist wird gnadenlos abgesägt und dabei spielt es keine Rolle, was man die Jahre zuvor erreicht hat. So ist es in jeder Berufsbranche.
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