Skisprung-Olympiasieger »Scheiß Coronatest« – Wellinger bangt um Startplatz für Peking

2018 gewann Andreas Wellinger olympisches Gold von der Normalschanze. Die Spiele in Peking könnte er nun verpassen: Ein positiver Coronatest kostet Wellinger die Chance, sich für einen Platz im Team zu empfehlen.
Skispringer Andreas Wellinger

Skispringer Andreas Wellinger

Foto: Daniel Karmann / dpa

Skisprung-Olympiasieger Andreas Wellinger droht nach einem positiven Coronatest das Aus für die Winterspiele in Peking. Wie der Deutsche Skiverband (DSV) bestätigte, wurde der 26-Jährige aus Ruhpolding während der Anreise zum Weltcup in Titisee-Neustadt positiv getestet und begab sich am Freitag sofort in Quarantäne.

»Was soll ich sagen? Dem Knie geht es wieder besser, ich hatte medizinisch die Freigabe und könnte springen. Und dann kommt der scheiß Coronatest dazwischen«, sagte ein geknickter Wellinger, der nach auskurierten Problemen am operierten Knie am Samstag um einen der verbleibenden Olympia-Startplätze kämpfen wollte: »Das kann ich jetzt leider nicht, und das ist bitter. Mir geht es gesundheitlich gut, ich merke nichts, aber der CT-Wert war halt knapp jenseits der Grenze.«

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Zwei Startplätze sind noch offen

Wellinger, der zuletzt in Zakopane fehlte, hätte am Freitag zur Qualifikation antreten sollen. Nach dem Springen am Samstag (16.15 Uhr/ARD und Eurosport) will Bundestrainer Stefan Horngacher seine letzten zwei Plätze für die Spiele in Peking vergeben, dafür kamen Wellinger, Severin Freund, Pius Paschke und Constantin Schmid infrage. Gesetzt sind bereits Karl Geiger, Markus Eisenbichler und Stephan Leyhe.

Wellinger hatte 2018 in Pyeongchang Olympiagold von der Normalschanze gewonnen, anschließend aber immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen gehabt. Im Gesamtweltcup belegt er in der laufenden Saison als sechstbester Deutscher den 29. Platz.

cev/sid