Vierschanzentournee ohne Severin Freund Comeback auf unbestimmte Zeit verschoben

Zwei Kreuzbandrisse haben dem früheren Weltklasseskispringer Severin Freund zugesetzt. Die Nachwirkungen spürt er bis heute. Dem Bundestrainer ist unklar, wann Freund wiederkommt.
Severin Freund muss seine Comeback weiter aufschieben

Severin Freund muss seine Comeback weiter aufschieben

Foto: Daniel Karmann/dpa

Der frühere Skisprungweltmeister und Team-Olympiasieger Severin Freund wird nach seiner langen Verletzungspause definitiv nicht bei der Vierschanzentournee starten. Das bestätigte Bundestrainer Stefan Horngacher. Freund hat nach zwei aufeinanderfolgenden Kreuzbandrissen immer noch mit den Nachwirkungen zu kämpfen, der 31-Jährige wurde zuletzt am Meniskus operiert und hat Rückenprobleme. Im diesjährigen Weltcupwinter kam der 31-Jährige noch nicht zum Einsatz.

"Bei Severin ist es so, dass er sicher nicht starten wird. Er ist jetzt im Training und seine Rückenprobleme hat er im Griff. Er braucht aber ein bisschen Zeit", sagte Horngacher. Zuvor hatte der TV-Sender Sky über Freunds Ausfall bei der Tournee berichtet. "Bei ihm ist es nicht abzusehen, wann er wiederkommt. Der Plan ist, im Januar wieder auf die Schanze zu gehen. Dann werden wir schauen", sagte Horngacher.

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Freund hatte trotz seinen schweren Verletzungen in den vergangenen Jahren immer wieder ein Comeback angepeilt. Noch vor dem Saisonstart hatte er in München gesagt: "Es würde mich freuen, wenn ich vor der Tournee auftauche." Dann kamen die Rückenprobleme dazwischen. Das Comeback verzögerte sich Woche für Woche und ist nun auf unbestimmte Zeit verschoben. Für Andreas Wellinger und David Siegel, die sich nach Kreuzbandrissen in der Reha befinden, kommt ein Einsatz in diesem Winter gar nicht in Frage.

Freund hat das deutsche Skispringen einige Jahre geprägt und war der Vorzeigespringer des Deutschen Skiverbands (DSV). Vor vier Jahren hatte er im schwedischen Falun zweimal WM-Gold gewonnen und kurze Zeit später auch den Gesamtweltcup für sich entschieden. Bei den Winterspielen in Sotschi 2014 gewann er im Teamwettbewerb die Goldmedaille. 2017 zog er sich dann seinen zweiten Kreuzbandriss hintereinander zu. Während seiner Verletzungen hatte er sich die Weltmeisterschaft in Seefeld Anfang 2019 als großes Ziel gesetzt, doch auch die WM hatte er verpasst.

Trotz der Sorgen um Freund, lobte Horngacher seinen Athleten für dessen Moral: "Den Severin darf man niemals abschreiben. Das ist eine Maschine."

ptz/dpa