Turnier in Katar Skiverband kündigt Widerstand gegen Winter-WM 2022 an

Der Präsident des Internationalen Skiverbands hat eine Kampfansage Richtung Fifa geschickt. Man wolle gegen deren Überlegungen, die Fußball-WM 2022 in Katar im Winter auszurichten, im Zweifel vorgehen. Der gesamte Wintersport sei sonst in Gefahr.
Fis-Präsident Kasper: Kampfansage an Fifa

Fis-Präsident Kasper: Kampfansage an Fifa

Foto: DOMINIC EBENBICHLER/ REUTERS

Hamburg - Der Internationale Skiverband (Fis) wird eine mögliche Verlegung der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in den Winter nicht kampflos hinnehmen. "Wir hoffen nicht auf die Rücksicht der Fifa, das ist nicht deren Art. Wenn es dazu kommt, werden wir uns dagegen wehren", erklärte Fis-Präsident Gian-Franco Kasper beim Forum Nordicum im slowenischen Ankaran.

Der Fußball-Weltverband will im kommenden Jahr darüber entscheiden, ob die WM-Endrunde 2022 in Katar wegen der dort im Sommer herrschenden Hitze verlegt werden soll. Mit einer Entscheidung sei nicht vor der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien zu rechnen, sagte Fifa-Boss Sepp Blatter kürzlich.

Mit einer Austragung im November oder Dezember könne die Ski-Familie leben, versicherte Kasper. Widerstand kündigte der Schweizer für den Fall an, "wenn es in den Januar reingeht oder die WM sogar zeitgleich mit den Olympischen Winterspielen im Februar ausgetragen wird. Das wäre schlecht für den gesamten Sport".

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Foto: SPIEGEL ONLINE
psk/dpa