Winterspiele Auch Stockholm verzichtet auf Olympia 2022

Erst Graubünden, dann München, jetzt Stockholm: Der dritte Bewerber hat die Bemühungen zur Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2022 aufgegeben. Wieder gab der Widerstand der Bevölkerung den Ausschlag. Die Chancen von Oslo steigen dadurch weiter.
Schwedisches Eishockeyteam: Kein Olympiajubel vor heimischer Kulisse

Schwedisches Eishockeyteam: Kein Olympiajubel vor heimischer Kulisse

Foto: ALEXANDER NEMENOV/ AFP

Hamburg - Nach dem Aus von München hat die schwedische Hauptstadt Stockholm ihre Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2022 zurückgezogen. Das gab Bürgermeister Sten Nordin bekannt. Damit steigen die Chancen von Norwegens Hauptstadt Oslo auf die Gastgeberschaft. Peking, bereits Ausrichter der Sommerspiele 2008, ist ebenso im Rennen wie Krakau (Polen), Lwiw (Ukraine) und Almaty (Kasachstan).

"Es ist immer angenehmer, ja zu sagen als nein, aber wir müssen nun mal harte Entscheidungen treffen", sagte Nordin der schwedischen Nachrichtenagentur TT: "Das ist kein Nein zu einer möglichen Bewerbung in der Zukunft."

Stockholms Bewerbung war in der Politik des Landes auf viel Widerstand gestoßen. "Ich finde es gut, große Events dieser Art auszurichten, aber wir haben Zweifel, was das veranschlagte Budget angeht", sagte Sportministerin Lena Adelsohn der Zeitung "Dagens Nyheter".

Der Gastgeber für 2022 wird auf der 127. Session des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am 31. Juli 2015 in Kuala Lumpur bekanntgegeben.

In München hatten die Befürworter der Spiele bei einem Bürgerentscheid im November 2013 eine deutliche Niederlage erlitten. Bei der Wahl für 2018 hatte München klar gegen Pyeongchang (Südkorea) verloren. Zuvor hatten bereits die Bürger im schweizerischen Graubünden gegen eine Olympia-Ausrichtung votiert.

aha/sid