Team Canada Bobfahrer schlägt deutschen Trainer nieder

Mit seinem Piloten Pierre Lueders wurde der Kanadier Guilio Zardo Weltmeister im Zweierbob. Beim Weltcup an diesem Wochenende sollte der Anschieber aber nicht zum Einsatz kommen. Das ärgerte Zardo so sehr, dass er seinen Coach mit Fäusten traktierte.


Erfolgsduo Lueders (r.) und Zardo: Schlagfertiger Anschieber
DPA

Erfolgsduo Lueders (r.) und Zardo: Schlagfertiger Anschieber

Innsbruck - "So etwas darf einem Sportler nicht passieren. Auch wenn mich der Ausfall von Zardo sportlich zurückwirft, stehe ich voll hinter der Entscheidung von Trainer Grimme", sagte der deutschstämmige Lueders dem Fernsehsender Eurosport.

Der kanadische Chefcoach Gerd Grimme hatte Zardo für den Weltcup in Innsbruck/Igls durch Lascelles Brown ersetzt. Zardo gilt als einer der besten Anschieber in der Schlitten-Szene, am Wochenende klagte er jedoch über einen Magen-Darm-Infekt.

Deshalb verzichtete Grimme auf Zardos Einsatz. Die Nicht-Berücksichtigung empfand dieser wohl als Demütigung und ging auf Grimme los. Zardo schlug den aus Dresden stammenden Trainer nieder.

Grimme verbannte daraufhin den 24-Jährigen aus dem Team und schickte ihn auf eigene Kosten in die Heimat zurück. Zudem beantragte Grimme schriftlich beim kanadischen Verband eine Sperre für Anschieber Zardo.



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