Tour de Ski Bjørgen dominiert erneut, DSV-Athleten enttäuschen

Bitterer Tag für die deutschen Skilangläufer: Gleich mehrere Athleten sind bei der dritten Etappe der Tour de Ski gestürzt. Federico Pellegrino siegte bei den Männern, bei den Frauen war die Norwegerin Marit Bjørgen erneut nicht zu stoppen.

Norwegerin Bjørgen: Dritter Erfolg hintereinander
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Norwegerin Bjørgen: Dritter Erfolg hintereinander


Hamburg - Federico Pellegrino hat die dritte Etappe der Tour de Ski der Langläufer gewonnen. Der Italiener setzte sich im schweizerischen Val Müstair in einem Freistils-Sprint vor dem Norweger Petter Northug und seinem Landsmann Martin Johnsrud Sundby durch. In der Gesamtwertung bleibt Northug in Führung. Die deutschen Athleten blieben einmal mehr hinter den Erwartungen zurück. Lediglich die Distanzläufer Thomas Bing und Tim Tscharnke überstanden die Qualifikation. Beide scheiterten dann aber im Viertelfinale.

Bei den Frauen dominierte erneut die Norwegerin Marit Bjørgen. Die 34-Jährige setzte sich vor ihren Teamkolleginnen Heidi Weng und Ingvild Flugstad Østberg durch. Mit ihrem dritten Tageserfolg baute Bjørgen ihre Führung im Gesamtklassement weiter aus. Beste Deutsche war Halbfinalistin Hanna Kolb als Elfte. Lucia Anger und Sandra Ringwald scheiterten im Viertelfinale. Die beiden besten Deutschen in der Gesamtwertung, Nicole Fessel und Denise Herrmann, stürzten zuvor in der Qualifikation.

Die 31 Jahre alte Fessel, die ihren fünften Platz im Gesamtklassement verlor und dort nur noch Elfte ist, hatte sich kurz vor dem Ziel des nur 1,4 Kilometer langen Sprint-Prologs mit ihren Ski verhakt und war zu Fall gekommen. Auf Platz 45 fehlten ihr schließlich rund fünf Sekunden zum Sprung unter die besten 30. Die 26 Jahre alte Herrmann, in der Vorsaison fünfmal auf dem Sprint-Podium, stürzte in der letzten Kurve und wurde 44.

mon/dpa/sid



insgesamt 2 Beiträge
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amdorf 06.01.2015
1. Och nee!
Mich entäuschen die deutschen Teilnehmer nicht. Die können einfach nicht skifahren und werden dort hingetrieben. Hauptsache die Sportfunktionäre verdienen ihr Geld, ganz einfach. Nervtötender empfinde ich in den letzten Jahren die Brechterstattung über die Tennisversager aus Deutschland. Wer interessiert sich schon dafür, wann die wieder ausscheiden? Wenn man Blatter, Ecclestone und nun die Tour de Dope auf ARD ertragen soll, stellt sich die Frage was Sport eigentlich heute noch soll.
cmann 07.01.2015
2. Düstere Aussichten,
Wenn ich die Dinge einigermaßen richtig sehe ist mit dem Abgang von Jochen Behle im Langlauf die große Tristesse eingezogen. Kaum talentierter Nachwuchs in Sicht Typen wie Angerer, Schlickenrieder usw wachsen nicht auf den Bäumen und müssen gesucht und gefunden werden! Daher das mangelnde Interesse an den Langlauf Disziplinen. Ohne aktuelle Vorbilder geht da nix! Wo kann man bei uns noch in Schneesicheren Gebieten trainieren? Der Nordischen Sport an sich ist nur noch im Skispringen und der Nordischen Kombination und im Biathlon für Zuschauer interessant weil dort eben noch Erfolge zu sehen sind. Ich meine hier nicht nur "Podiums Plätze". Auch Top Ten Plazierungen oder Top 15 sind bei der heutigen Leistungsdichte aller ehren Wert. Es krankt einfach an Bemühungen talentierte junge Sportler zu finden und zu motivieren!
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