Verletzung im Training Schlierenzauer droht Aus für Vierschanzentournee

Gregor Schlierenzauer kann sich den Traum vom Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee wohl auch dieses Mal nicht erfüllen. Dem Österreicher droht nach einem Trainingssturz eine längere Pause. Ein klein wenig Hoffnung auf eine Teilnahme bleibt ihm aber noch.   

Sprungstar Schlierenzauer: Start bei der Vierschanzentournee stark gefährdet
REUTERS

Sprungstar Schlierenzauer: Start bei der Vierschanzentournee stark gefährdet


Hamburg - Team-Olympiasieger Gregor Schlierenzauer droht nach einem Sturz das Aus für die Vierschanzentournee der Skispringer (29. Dezember bis 6. Januar). Der 20-Jährige kam am Montag beim Training in Seefeld bei der Landung zu Fall und zog sich nach Informationen des österreichischen Skiverbands (ÖSV) einen Einriss des inneren Seitenbands im rechten Knie zu.

"Damit ist dasselbe Band betroffen, das bei Schlierenzauer im Frühjahr 2009 operiert wurde. Normalerweise werden durch eine Verletzung dieser Art etwa vier Wochen Pause notwendig", sagte Schlierenzauers Arzt Wulf Götzer. Bei optimalem Heilungsverlauf und Beschwerdefreiheit sei aber ein schnellerer Wiedereinstieg möglich.

Die Verletzung muss nach Angaben seines Arztes Wulf Glötzer nicht operiert werden. "Es sind weder Meniskus noch die Kreuzbänder beschädigt. Die Verletzung ist an einer günstigen Stelle", sagte Glötzer am Dienstag. "Es ist der ideale Ort für eine konservative Behandlung." Schlierenzauer selbst zeigte sich ebenfalls erleichtert "Mir geht es den Umständen entsprechend gut. Momentan schwanke ich zwischen Frust und Erleichterung, dass es nicht noch schlimmer ist", sagte der 20-Jährige.

Der Siegspringer war zuletzt im Formtief

Noch am Dienstag habe Schlierenzauer unter Anleitung mehrerer Physiotherapeuten mit der Rehabilitation begonnen. Wann der 32-malige Weltcupsieger wieder ins Training einsteigen kann, sollen seinem Arzt zufolge weitere Untersuchungen klären.

Die am 28. Dezember in Oberstdorf beginnende Tournee dürfte für Schlierenzauer allerdings durch die Verletzung bereits gelaufen sein, zumal sich der Gesamtweltcup-Sieger von 2009 momentan ohnehin im ersten großen Formtief seiner Karriere befindet. In diesem Winter stehen bei Schlierenzauer zwei 14. Plätze als beste Ergebnisse zu Buche.

Auf das später abgesagte Weltcup-Springen in Harrachov hatte Schlierenzauer am vergangenen Wochenende bereits verzichtet. Er wollte mit Heimtrainer Markus Maurberger auf der neu gebauten Schanze in Seefeld die Sprungtechnik verbessern.

Schlierenzauer holte bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver drei Medaillen. Neben der Goldmedaille im Team gewann er jeweils Bronze auf der Normal- und Großschanze. Bei der Vierschanzentournee hat er seit 2007 bereits fünf Springen für sich entschieden, den Gesamtsieg aber stets verpasst. Im Vorjahr wurde Schlierenzauer Vierter.

aha/dpa/sid



zum Forum...
Sagen Sie Ihre Meinung!

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.