Vierschanzentournee 2018/2019 Zeitplan, Schanzen, Ergebnisse

In Deutschland und Österreich wird vom 29. Dezember bis 6. Januar die Vierschanzentournee ausgetragen. Den Zeitplan, Ergebnisse und weitere Informationen rund um das Skisprung-Event finden Sie hier.

Japans Ryoyu Kobayashi
AFP

Japans Ryoyu Kobayashi


Sven Hannawald ist bis heute der letzte Deutsche, der die Vierschanzentournee gewinnen konnte - als erster Skispringer in der Geschichte triumphierte er 2001/2002 bei allen vier Wettbewerben. Diesen Rekord muss er sich seit dem vergangenen Jahr allerdings teilen. Polens Ausnahmespringer Kamil Stoch sicherte sich mit ebenfalls vier Erfolgen den Sieg bei der prestigeträchtigen Vierschanzentournee, zum zweiten Mal in Folge. Nun peilt er sogar den Titel-Hattrick an.

Doch die Liste der Herausforderer ist lang. Auch deutsche Athleten dürfen sich Hoffnungen machen. Karl Geiger feierte Mitte Dezember in Engelberg seinen ersten Weltcupsieg, Olympiasieger Andreas Wellinger zählt zum erweiterten Favoritenkreis. Richard Freitag, der im vergangenen Jahr als Weltcupführender an den Start ging und am Ende Zweiter wurde, ist in diesem Jahr überraschend nur Außenseiter.

Beim ersten Springen in Oberstdorf am 30. Dezember gilt es aber vor allem, Ryoyu Kobayashi zu schlagen. Der 22-Jährige führt das Weltcup-Klassement nach vier Siegen souverän an und könnte der erste japanische Vierschanzentournee-Sieger seit Kazuyoshi Funaki (1997/1998) werden. Das Finale steigt am 6. Januar in Bischofshofen.

Gesamtwertung (Endergebnis nach vier von vier Springen):
1. Ryoyu Kobayashi (Japan) - 1098 Punkte
2. Markus Eisenbichler (Deutschland) - 1035,9 Punkte
3. Stephan Leyhe (Deutschland) - 1014,1 Punkte
4. Dawid Kubacki (Polen) - 1010,8 Punkte
5. Roman Koudelka (Tschechien) - 1006,3 Punkte
6. Kamil Stoch (Polen) - 994 Punkte
7. Andreas Stjernen (Norwegen) - 988 Punkte
8. Robert Johansson (Norwegen) - 983,2 Punkte
9. Daniel Huber (Österreich) - 970,4 Punkte
10. Killian Peier (Schweiz) - 959,3 Punkte

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Ergebnisse der Einzelspringen:

Auftaktspringen in Oberstdorf
, 30.12., Große Schattenbergschanze

Beim ersten Springen der Vierschanzentournee siegte Favorit Ryoyu Kobayashi. Der deutsche Springer Markus Eisenbichler wurde überraschend Zweiter. Hier geht's zur Meldung.

1. Ryoyu Kobayashi (Japan) - 282,3 Punkte
2. Markus Eisenbichler (Deutschland) - 281,9 Punkte
3. Stefan Kraft (Österreich) - 280,5 Punkte
4. Andreas Stjernen (Norwegen) - 278,2 Punkte
5. Dawid Kubacki (Polen) - 269,8 Punkte
6. Piotr Zyla (Polen) - 268,3 Punkte
7. Robert Johansson (Norwegen) - 268,0 Punkte
8. Kamil Stoch (Polen) - 267,6 Punkte
9. Timi Zajc (Slowenien) - 266,0 Punkte
10.Daniel Huber (Österreich) - 265,2 Punkte

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Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen, 01.01., Große Olympiaschanze

Zum zweiten Mal Zweiter: Markus Eisenbichler hat auch beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen überzeugen können. Den Sieg sicherte sich jedoch erneut Ryoyu Kobayashi. Hier geht's zur Meldung.

1. Ryoyu Kobayashi (Japan) - 266,6 Punkte
2. Markus Eisenbichler (Deutschland) - 264,7 Punkte
3. Dawid Kubacki (Polen) - 256,2 Punkte
4. Roman Koudelka (Tschechien) - 253,8 Punkte
5. Junshiro Kobayashi (Japan) - 249,4 Punkte
6. Kamil Stoch (Polen) - 249,2 Punkte
7. Stephan Leyhe (Deutschland) - 249,0 Punkte
8. Timi Zajc (Slowenien) - 248,7 Punkte
9. Halvor Granerud (Norwegen) - 245,4 Punkte
10. Andreas Stjernen (Norwegen) - 245,3 Punkte

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Bergiselspringen in Innsbruck, 04.01., Bergiselschanze
Ryoyu Kobayashi hat auch das dritte Springen der Vierschanzentournee gewonnen. Der Japaner steht damit kurz vor einem großen Triumph. Markus Eisenbichler enttäuschte. Hier geht's zur Meldung.

1. Ryoyu Kobayashi (Japan) - 267 Punkte
2. Stefan Kraft (Österreich) - 254,2 Punkte
3. Andreas Stjernen (Norwegen) - 242,7 Punkte
4. Stephan Leyhe (Deutschland) - 239,1 Punkte
5. Kamil Stoch (Polen) - 234,1 Punkte
6. Yukiya Sato (Japan) - 231,4 Punkte
7. Killian Peier (Schweiz) - 230,6 Punkte
8. Richard Freitag (Deutschland) - 230 Punkte
9. Roman Koudelka (Tschechien) - 228,4 Punkte
10. Timi Zajc (Slowenien) - 226,6 Punkte

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Dreikönigsspringen in Bischofshofen, 06.01., Paul-Außerleitner-Schanze
Als dritter Springer der Geschichte hat sich Ryoyu Kobayashi mit vier Erfolgen in Serie den Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee gesichert. Markus Eisenbichler wurde in Bischofshofen Fünfter. Hier geht's zur Meldung.

1. Ryoyu Kobayashi (Japan) - 282,1 Punkte
2. Dawid Kubacki (Polen) - 268,3 Punkte
3. Stefan Kraft (Österreich) - 267,5 Punkte
4. Stephan Leyhe (Deutschland) - 266 Punkte
5. Markus Eisenbichler (Deutschland) - 265,5 Punkte
6. Roman Koudelka (Tschechien) - 259,7 Punkte
7. Halvor Granerud (Norwegen) - 258 Punkte
8. Killian Peier (Schweiz) - 254,6 Punkte
9. Robert Johansson (Norwegen) - 253,3 Punkte
10. Karl Geiger (Deutschland) - 249,5

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Modus und Regeln

Wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt die Vierschanzentournee. Dabei ist es unerheblich, ob oder wie viele Springen der Sportler während der Tournee gewonnen hat. Es zählt einzig und allein die Gesamtpunktzahl nach den vier Springen.

Die Punktzahl setzt sich aus der erzielten Weite und den Haltungspunkten zusammen. In die Wertung fließt ebenfalls ein, aus welchem Gate gesprungen wurde, falls der Anlauf während des Wettkampfs verlängert oder verkürzt werden musste. Darüber hinaus können den Springern je nach Windverhältnissen Punkte abgezogen oder gutgeschrieben werden (Rückenwind bringt Extrapunkte, weil er den Springer nach unten drückt; für Aufwind bekommt der Springer einen Abzug, weil er den Sportler länger in der Luft hält). Windfaktor und Gate spielen erst seit der Vierschanzentournee 2010/2011 eine Rolle bei der Punktevergabe. Sie wurden eingeführt, um die äußeren Einflüsse bestmöglich zu kompensieren und einen objektiveren Wettbewerb zu ermöglichen.

Anders als bei anderen Skisprung-Wettbewerben wird die Vierschanzentournee im K.-o.-System ausgetragen. Normalerweise treten die ersten 30 Springer des ersten Durchgangs im zweiten Durchgang gegeneinander an. Bei der Vierschanzentournee können sich 50 Springer für den ersten Durchgang qualifizieren, die dann in 25 Zweiergruppen gegeneinander antreten. Der Springer mit der höheren Punktzahl gewinnt das Duell und zieht direkt in den zweiten Durchgang ein. Über die "Lucky Loser"-Regel können darüber hinaus die fünf Verlierer mit den meisten Punkten im Wettbewerb bleiben. Im zweiten Durchgang wird normal gesprungen.

Bei der Vierschanzentournee spielt die Qualifikation eine große Rolle. Denn sie entscheidet nicht nur über die Teilnahme an den eigentlichen Springen, sondern auch darüber, gegen wen der Springer im Duell antreten wird und gewinnen muss, um weiter im Wettbewerb zu bleiben. Der Erste in der Qualifikation springt gegen den 50., der Zweite gegen den 49. und so weiter. Neu ab diesem Jahr: Die Springer, die in der Weltcup-Gesamtwertung auf den ersten zehn Plätzen liegen, sind nicht mehr wie bisher automatisch für den Wettbewerb gesetzt. Auch sie müssen sich in der Qualifikation für den Wettbewerb qualifizieren.

Fotostrecke

4  Bilder
Vierschanzentournee 2018/19: Auf diesen Schanzen wird gesprungen

Die bisherigen Gewinner der Vierschanzentournee

1953 Josef Bradl (Österreich)
1953/54 Olaf B. Bjørnstad (Norwegen)
1954/55 Hemmo Silvennoinen (Finnland)
1955/56 Nikolai Kamenski (Sowjetunion)
1956/57 Pentti Uotinen (Finnland)
1957/58 Helmut Recknagel (DDR)
1958/59 Helmut Recknagel (DDR)

1959/60 Max Bolkart (BRD)
1960/61 Helmut Recknagel (DDR)

1961/62 Eino Kirjonen (Finnland)
1962/63 Toralf Engan (Norwegen)
1963/64 Veikko Kankkonen (Finnland)
1964/65 Torgeir Brandtzæg (Norwegen)
1965/66 Veikko Kankkonen (Finnland)
1966/67 Bjørn Wirkola (Norwegen)
1967/68 Bjørn Wirkola (Norwegen)
1968/69 Bjørn Wirkola (Norwegen)
1969/70 Horst Queck (DDR)
1970/71 Jiri Raska (Tschechoslowakei)
1971/72 Ingolf Mork (Norwegen)
1972/73 Rainer Schmidt (DDR)
1973/74 Hans-Georg Aschenbach (DDR)
1974/75 Willi Pürstl (Österreich)
1975/76 Jochen Danneberg (DDR)
1976/77 Jochen Danneberg (DDR)

1977/78 Kari Ylianttila (Finnland)
1978/79 Pentti Kokkonen (Finnland)
1979/80 Hubert Neuper (Österreich)
1980/81 Hubert Neuper (Österreich)
1981/82 Manfred Deckert (DDR)
1982/83 Matti Nykänen (Finnland)
1983/84 Jens Weißflog (DDR)
1984/85 Jens Weißflog (DDR)
1985/86 Ernst Vettori (Österreich)
1986/87 Ernst Vettori (Österreich)
1987/88 Matti Nykänen (Finnland)
1988/89 Risto Laakkonen (Finnland)
1989/90 Dieter Thoma (BRD)
1990/91 Jens Weißflog (Deutschland)
1991/92 Toni Nieminen (Finnland)
1992/93 Andreas Goldberger (Österreich)
1993/94 Espen Bredesen (Norwegen)
1994/95 Andreas Goldberger (Österreich)
1995/96 Jens Weißflog (Deutschland)
1996/97 Primoz Peterka (Slowenien)
1997/98 Kazuyoshi Funaki (Japan)
1998/99 Janne Ahonen (Finnland)
1999/00 Andreas Widhölzl (Österreich)
2000/01 Adam Malysz (Polen)
2001/02 Sven Hannawald (Deutschland)
2002/03 Janne Ahonen (Finnland)
2003/04 Sigurd Pettersen (Norwegen)
2004/05 Janne Ahonen (Finnland)
2005/06 Janne Ahonen (Finnland) / Jakub Janda (Tschechien) *
2006/07 Anders Jacobsen (Norwegen)
2007/08 Janne Ahonen (Finnland)
2008/09 Wolfgang Loitzl (Österreich)
2009/10 Andreas Kofler (Österreich)
2010/11 Thomas Morgenstern (Österreich)
2011/12 Gregor Schlierenzauer (Österreich)
2012/13 Gregor Schlierenzauer (Österreich)
2013/14 Thomas Diethart (Österreich)
2014/15 Stefan Kraft (Österreich)
2015/16 Peter Prevc (Slowenien)
2016/17 Kamil Stoch (Polen)
2017/18 Kamil Stoch (Polen)
* zwei Sieger wegen Punktegleichstand

bam/win

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