Vierschanzentournee Ahonen dominiert in Oberstdorf

Bisher war es nicht seine Weltcup-Saison, aber pünktlich zum Auftakt der Vierschanzentournee ist Janne Ahonen wieder da. Der Finne zeigte zwei herausragende Sprünge und gewann in Oberstdorf. Zwei Deutsche schafften es unter die besten Zehn.


Oberstdorf - Für Sprünge auf 130,5 und 130 Meter erhielt Ahonen 270,9 Punkte. Es war der 31. Weltcupsieg in der Karriere des Finnen, der mit seinen insgesamt vierten Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee anpeilt und damit den Rekord von Jens Weißflog einstellen würde. Ahonen kassierte für den ersten Saisonerfolg 30.000 Schweizer Franken. "Ich bin nicht so überrascht über den Sieg. Ich habe alles anders gemacht als im Training - neuer Ski, neuer Anzug, neuer Flug. Natürlich will ich die Tournee gewinnen", erklärte Ahonen.

Dominator Ahonen: 31. Weltcupsieg
REUTERS

Dominator Ahonen: 31. Weltcupsieg

Platz zwei belegte Roar Ljökelsoy (Norwegen/268,4) vor Weltcup-Spitzenreiter Jakub Janda (Tschechien/262,6). Georg Späth war mit Sprüngen auf 119,5 und 129 Meter und 245,3 Punkten bester Deutscher. Michael Uhrmann aus Rastbüchl kam auf 120,5 und 127,5 Meter und 244,4 Punkte. Der viermalige Weltmeister Martin Schmitt landete nur auf Platz 24.

"Die Gesamtwertung kann ich abschreiben, ich bin sehr unzufrieden. Man braucht nicht drum herum zu reden: Das waren meine schlechtesten Sprünge bislang. Ich war einfach zu verkrampft", sagte Uhrmann, der bei wechselnden Winden Pech mit den äußeren Bedingungen hatte. Auch der im Training zuvor noch so überzeugende Alexander Herr war unzufrieden. Er wäre lieber "bei der Siegerehrung dabei gewesen", so Herr, der nach seinem 12. Rang aber trotzdem Grund zur Freude hatte. Er erfüllte die Olympianorm.

Am Rande des Springens wurde Sven Hannawald mit der höchsten Auszeichnung der Vierschanzentournee feierlich verabschiedet worden. Der 31-Jährige, der in der Saison 2001/02 mit seinem Vierfach-Triumph Sport-Geschichte geschrieben hatte, wurde von den Organisatoren in der Pause mit dem Goldski mit Goldemblem und Diamant geehrt. Hannawald hatte seine Erfolgskarriere am 3. Augustdieses Jahres beendet.

Die weiteren Springen des Skisprung-Grand-Slams finden in Garmisch-Partenkirchen (1. Januar), Innsbruck (4. Januar) und Bischofshofen (6. Januar) statt.



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