Vierschanzentournee Hannawald und Schmitt weit zurück

Fünf Jahre in Folge gewann ein deutscher Skispringer den Auftakt der Vierschanzentournee. 2003 jedoch liegen Sven Hannawald und Martin Schmitt nach dem ersten Durchgang in Oberstdorf weit zurück. Besonders enttäuschend war die Leistung von "Air" Schmitt. Siegchancen haben aber noch Georg Späth und Michael Uhrmann.


 Sven Hannawald fliegt hinterher: "Komisches Gefühl"
DDP

Sven Hannawald fliegt hinterher: "Komisches Gefühl"

Oberstdorf - "Das war ein katastrophaler Sprung", sagte Schmitt, der im Training am Sonntag auf Platz zwei geflogen war, nach seinem Satz auf 114,5 Meter, "ich bin enttäuscht, weil ich mir mehr vorgenommen hatte." Immerhin erreichte der dreimalige Oberstdorf-Sieger als 29. den zweiten Durchgang, den der hoch eingeschätzte Finne Matti Hautamaeki verpasste.

In Führung liegt der favorisierte Norweger Sigurd Pettersen, der 133 Meter weit flog. Auf Platz zwei und drei folgen mit dem Slowenen Rok Benkovic (133,5 Meter) und dem Österreicher Thomas Morgenstern (132,5) zwei 17-jährige Nachwuchsspringer.

Hannawald sprang 123,5 Meter und war angesichts seines Rückstandes auf die Erstplatzierten ratlos. "Keine Ahnung. Ich bin besser drauf als gestern, habe aber ein komisches Gefühl", stammelte der Vorjahressieger, der nur auf Rang 18 rangiert.

Bester Deutscher nach dem ersten Durchgang ist Späth, der mit 129 Metern nach dem ersten Durchgang auf Platz vier liegt. Auch Uhrmann (128 Meter) auf Rang fünf zeigte sich in guter Form. Ebenfalls qualifiziert für den Sprunglauf der besten 30 sind Maximilian Mechler (12./124,5 Meter), Alexander Herr (16./123,5) und Stephan Hocke (23./121). Ausgeschieden von den DSV-Springern ist nur der von einer Grippe geschwächte Jörg Ritzerfeld.

Unterdessen stärkte die DSV-Führung dem in die Kritik geratenen Bundestrainer Wolfgang Steiert den Rücken. "Wir stehen voll hinter ihm und dem gesamten Trainer-Team. Es gibt überhaupt keinen Ansatzpunkt für die Verbandsspitze, in den Skisprung eingreifen zu müssen. Die Trainer haben das im Griff", sagte Sportdirektor Thomas Pfüller.



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