Vierschanzentournee Kobayashi krönt Gesamtsieg mit viertem Erfolg

Als erst dritter Springer der Geschichte hat sich Ryoyu Kobayashi mit vier Erfolgen in Serie den Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee gesichert. Markus Eisenbichler wurde in Bischofshofen Fünfter.

Ryoyu Kobayashi
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Ryoyu Kobayashi


Ryoyu Kobayashi hat die Vierschanzentournee gewonnen. Der Japaner wurde nach Erfolgen in den ersten drei Springen auch in Bischofshofen Erster und ist damit Gesamtsieger der 67. Tournee. Markus Eisenbichler fiel beim Abschlussspringen nach der Führung im ersten Durchgang noch auf Platz fünf zurück, verteidigte aber seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung.

Mit dem Sieg auf der Paul-Außerleitner-Schanze gelang Kobayashi zudem ein besonderer Erfolg: Nach Sven Hannawald (2001/2002) und Kamil Stoch (2017/2018) konnte er als erst dritter Athlet alle vier Springen der Tournee gewinnen.

Kobayashi, der nach dem ersten Durchgang noch auf Platz vier gelegen hatte, siegte in Bischofshofen vor dem Polen Dawid Kubacki und dem Österreicher Stefan Kraft. Bester deutscher Springer wurde Stephan Leyhe auf Rang vier.

Kobayashi, nach Kazuyoshi Funaki (1997/1998) zweiter japanischer Tourneesieger, setzte sich in der Gesamtwertung mit 1098,0 Punkten vor Eisenbichler (1035,1) und Leyhe (1014,1) durch. Letzter deutscher Gesamtsieger bleibt damit Hannawald vor 17 Jahren, der damals auch für den letzten Triumph eines DSV-Springers in Bischofshofen gesorgt hatte.

"Geil, geil, geil, geil, geil"

"Geil, geil, geil, geil, geil, ohne Scheiß. Es ist einfach mega. Ich mag allen danken, die mich unterstützt haben. Ich bin einfach mega happy", sagte Eisenbichler nach dem Springen.

Markus Eisenbichler und Stephan Leyhe (von links)
DPA

Markus Eisenbichler und Stephan Leyhe (von links)

Leyhe, der ohne Podestplatzierung während der Tournee überraschend auf den dritten Platz der Gesamtwertung sprang, sagte zu seinem vierten Rang in Bischofshofen: "Definitiv kommt das auf die Autogrammkarte drauf. Es geht nahtlos weiter. Feiern können wir nach der Saison."

ngo/dpa/sid



insgesamt 8 Beiträge
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Seite 1
kelcht 06.01.2019
1.
So schaut der Gesamtsieger also aus. In der Zeitung war bisher immer Eisenbichler abgebildet.
meiner_einer 06.01.2019
2.
Gratulation an Kobayashi für seine historische Leistung! Und Gratulation auch an Eisenbichler und Leyhe, die mit Gesamtwertungsplätzen 2 und 3 hinter Kobayashi das Optimum herausgeholt haben. Und dennoch wie immer unter Schuster keinen Tournee-Gesamtsieg für Deutschland :-(
juergenfinger 06.01.2019
3. formschwankungen
Für ein gestandenes Mitglied in (fast) jeder Theken- und Betriebsmannschft bis weit ins Kasai-Alter (Ü 46) ist immer wieder erstaunlich, wie Überflieger nach einem Jahr (Ösis, Polen) nach einem Jahr abstürzen können, Skispringen ist wohl doch komplizierter als die "wahren"Sportarten, die sich dadurch auszeichnen, dass man seinen Gegner am Hemd festhalten kann.
M. Vikings 06.01.2019
4. Wir wollen mal nicht übertreiben.
Es gab fast immer einen Topspringer, der während der Tournee deutlich besser in Form war als der Rest. Zu Hannawalds Zeiten gab es die Punkteregelung noch nicht, die die Windverhältnisse ausgleicht. Es gab vor Hannawalds Zeiten schon etliche Springer mit drei Siegen, die mit der Windregelung auch alle vier Springen gewonnen hätten. Damals brauchte man von den 8 Wettkampfsprüngen nur einmal schlechtere Bedingungen, und ein Sieg war unmöglich. Der Vierfachsieg von Stoch läßt sich schon nicht mehr mit dem von Hannawald vergleichen. Rekorde sind über die Jahrzehnte eben nicht vergleichbar, mal werden die Regeln geändert und manchmal das Material. Thomas Röhler hätte mit dem alten Speer schon jemanden aus dem Publikum im Stadion erlegt, und die heutigen Formel 1-Fahrer hätten sich mit dem Auto von Fangio schon alle totgefahren. Trotzdem natürlich einen Glückwunsch an Kobayashi, eine hervorragende Leistung war das allemal.
chense90 06.01.2019
5. @nr 4 - sie haben etwas vergessen
So sehr ich Kobayashis Leistung würdigen muss spielt doch noch etwas mit rein. Heute sind die ersten 3 Schanzen sich sehr ähnlich (leider) und nur noch Bhofen ragt durch den fehlenden Radius und das "veraltete" Profil etwas heraus ... auch das machte es früher schwerer alle Springen zu gewinnen
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