Vierschanzentournee Kraft gewinnt Auftaktspringen, Deutsche enttäuschen

Österreichs Skispringer dürfen zum Start der Vierschanzentournee gleich doppelt jubeln: Stefan Kraft sprang in Oberstdorf vor Teamkollege Michael Hayböck an die Spitze. Die Deutschen haben kaum noch Chancen auf den Gesamtsieg.

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Hamburg - Die deutschen Tournee-Hoffnungen haben schon beim Auftaktspringen in Oberstdorf einen Dämpfer erhalten. Als bester DSV-Springer belegte Severin Freund in dichtem Schneetreiben nur den 13. Platz. Der Skiflug-Weltmeister sprang 126 und 124,5 Meter weit, sein Rückstand auf den Österreicher Stefan Kraft, der mit 136,5 und 129 Metern vor seinem Landsmann Michael Hayböck und dem Slowenen Peter Prevc siegte, beträgt bereits knapp 37 Punkte.

Richard Freitag kam mit 124,5 und 125 Metern nur auf Rang 15. "Wir haben einen katastrophalen Wettkampf gemacht. Ich hätte mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt, dass unsere beiden Topleute so schlecht skispringen können", sagte Bundestrainer Werner Schuster. Marinus Kraus, Stephan Leyhe, Michael Neumayer und Daniel Wenig sammelten zumindest Weltcup-Punkte.

"Das war gar nichts, schade. Da war auch nicht der Wind schuld, das war ich alleine", sagte Freund: "Wir sehen schon seit Jahren dämlich aus bei der Tournee. Auf die Gesamtwertung muss man da nicht mehr schauen." Der wie Freund stark eingestufte Freitag blieb eine Woche nach seinem überraschenden Weltcupsieg in Engelberg ebenfalls weit hinter den Erwartungen zurück. "Die Enttäuschung ist schon groß. Mit fehlten doch einige Meter", sagte er.

Ammann stürzt im ersten Durchgang

Einen bitteren Tag erwischte Simon Ammann. Der Mitfavorit aus der Schweiz, der im Vorjahr in Oberstdorf gewonnen hatte, stürzte nach der Landung und schaffte es nicht in den zweiten Durchgang. Für den 33-Jährigen ist damit der Traum vom ersehnten ersten Tournee-Triumph bereits nach der ersten Station beendet. "Das ist extrem ärgerlich, der Neuschnee hat ein wenig gestoppt", sagte Ammann.

Nicht in den zweiten Durchgang schafften es zudem Karl Geiger (38. Platz), Andreas Wank (39.), Markus Eisenbichler (44.) und Tim Fuchs (47.). Tournee-Titelverteidiger Thomas Diethart aus Österreich setzte mit Rang 27 seine bislang so schwache Saison fort, sein Teamkollege Gregor Schlierenzauer kam nicht über den 17. Platz hinaus.

Wie schon beim wegen Schneefalls und starken Winds abgebrochenen Springen am Sonntag richtete sich der Blick der Organisatoren ständig gen Himmel. Fis-Renndirektor Walter Hofer hatte im Vorfeld betont, dass es keinen dritten Versuch in Oberstdorf geben werde. Es schneite zwar während des gesamten Abends, der Wind hatte aber nachgelassen, sodass ein Wettkampf möglich war.

Die Tournee wird am Mittwoch in Garmisch-Partenkirchen mit der Qualifikation für das Neujahrsspringen fortgesetzt. Die weiteren Stationen sind Innsbruck (3./4. Januar) und Bischofshofen (5./6. Januar).

psk/dpa/sid

insgesamt 14 Beiträge
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Erich91 29.12.2014
1. Wen überrascht das,
das geht doch schon seit paar Jahren so, und die Sprüche sind auch immer die gleichen.
nichtdoch 29.12.2014
2. Auftaktspringen, Deutsche enttäuschen
Hoffe nur dass Deutschland diese Blamage ueberlebt,keine Deutschen als Top Springer? wo gibts den sowas?
baba01 29.12.2014
3. Die Deutschen???
ich war nicht dabei... !
horstma 30.12.2014
4.
Solange die deutschen Komm-Mentatoren Kuh-Dellka und Mätä sagen (statt Mä-ät-t-tä), kommt da nix besseres ra-us.
mikepro 30.12.2014
5. Na und....
...die anderen können es schließlich auch.oder?
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