Wintersport Kombinierer und Eisschnellläufer feiern Doppelsieg

Platz eins und zwei in Norwegen: Die deutsche Mannschaft der Nordischen Kombinierer hat den Weltcup in Lillehammer dominiert. Auch im Eisschnelllauf und im Rodeln waren deutsche Sportler erfolgreich.

Eisschnellläufer Ihle: Weltcup-Triumph in Berlin
AP/dpa

Eisschnellläufer Ihle: Weltcup-Triumph in Berlin


Hamburg - Erfolgreicher Samstag für die deutschen Wintersport-Herren: Sowohl in der Nordischen Kombination als auch im Eisschnelllauf gelang ihnen ein Doppelsieg. Besonders im Eisschnelllauf war das eine große Überraschung.

Im 1000-Meter-Rennen des Weltcups in Berlin düpierten Nico Ihle und Samuel Schwarz die internationale Konkurrenz und feierten einen Doppelsieg. Dem Olympia-Vierten Ihle gelang sein erster Weltcup-Erfolg in einer Zeit von 1:09,49 Minuten, der Olympia-Fünfte Schwarz kam in 1:09,53 Minuten auf Rang zwei. Ihle hatte im sechsten Paar die Topzeit vorgelegt, die Samuel Schwarz wenige Minuten später wegen eines winzigen Wacklers auf der Zielgerade knapp verfehlte. Es war der erste Weltcupsieg für ihn. Rang drei ging an den Niederländer Hein Otterspeer.

Zuvor hatte Judith Hesse den elften Platz über 1000 Meter belegt. In 1:17,13 Minuten war die 32-Jährige 0,14 Sekunden langsamer als bei ihrem Titelgewinn an gleicher Stelle. Einen guten Saisoneinstand feierte die US-Amerikanerin Brittany Bowe, die in 1:14,81 Minuten den Bahnrekord ihrer Teamkollegin Heather Richardson aus dem Vorjahr nur um 0,3 Sekunden verfehlte.

Außerdem hat das deutsche Damen-Trio in der Team-Verfolgung einen Podestplatz verpasst. Claudia Pechstein, Isabell Ost und Bente Kraus liefen 3:05,02 Minuten und landeten damit auf Rang fünf. Ungefährdet sicherte sich Olympiasieger Niederlande in 2:59,72 Minuten den Sieg vor Polen (3:03,82 Minuten) und Japan (3:03,99 Minuten).

Deutsche Kombinierer dominieren die Szene

Eric Frenzel hat seinen ersten Saisonsieg im Weltcup der Nordischen Kombinierer perfekt gemacht - und einen Teamkollegen auf den zweiten Platz verwiesen. Der Olympiasieger setzte sich im norwegischen Lillehammer nach einem Sprung von der Großschanze und dem Zehn-Kilometer-Lauf in 25:01,9 Minuten mit 2,7 Sekunden Vorsprung vor Fabian Rießle durch. Dritter wurde mit einem Rückstand von 12,3 Sekunden Jan Schmid aus Norwegen.

Frenzel hatte bereits nach dem Springen als Dritter eine hervorragende Ausgangsposition und nutzte diese, während Rießle von Rang 23 nach vorn stürmte. Tino Edelmann belegte Platz acht, Björn Kircheisen wurde Zehnter und Johannes Rydzek belegte Platz 13.

Norwegen feiert klare Siege beim Langlauf in Lillehammer

Norwegens Langläuferinnen haben mit einem Dreifacherfolg beim Ski-Weltcup in Lillehammer erneut ihre überragende Klasse demonstriert. Im Rennen über fünf Kilometer setzte sich Therese Johaug in 12:33,7 Minuten nur 0,3 Sekunden vor Marit Björgen durch. Dritte wurde Heidi Weng. Beste deutsche Läuferin war Denise Herrmann auf Rang zwölf mit einem Rückstand von 35,8 Sekunden. Direkt dahinter landete Nicole Fessel.

Auch bei den Männern feierte Norwegen einen Dreifacherfolg. Martin Johnsrud Sundby hat das Zehn-Kilometer-Rennen im freien Stil für sich entschieden. Der Gesamtweltcupsieger des vergangenen Jahres siegte in 22:55,8 Minuten vor seinen norwegischen Teamkollegen Finn Haagen Krogh und Sjur Röthe, die 2,2 beziehungsweise 6,4 Sekunden Rückstand hatten. Die deutschen Skilangläufer konnten nicht in die Entscheidung eingreifen. Lediglich Jonas Dobler sicherte sich als 27. Weltcup-Punkte.

Geisenberger feiert zweiten Sieg im zweiten Rennen

Rodel-Olympiasiegerin Natalie Geisenberger hat auch beim zweiten Weltcup der WM-Saison ihre Ausnahmestellung bewiesen. Die 26-Jährige feierte in Lake Placid den 25. Einzel-Sieg ihrer Karriere und hatte dabei fast eine halbe Sekunde Vorsprung auf die Zweitplatzierte Erin Hamlin aus den USA. Dritte wurde Geisenbergers Teamkollegin und Dauerrivalin Tatjana Hüfner. Anke Wischnewski wurde als drittbeste Deutsche Vierte, Dajana Eitberger fuhr auf den siebten Platz.

In der Teamstaffel haben die deutschen Rodler nach dem Frauen- und Doppelsitzer-Rennen ebenfalls gewonnen. Natalie Geisenberger, Felix Loch und das Duo Toni Eggert und Sascha Benecken setzten sich vor den Mannschaften aus Italien und den USA durch.

aha/luk/asi/sid/dpa



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