Wintersport Deutsche Kombinierer feiern Dreifach-Triumph

In Lillehammer landeten drei deutsche Kombinierer auf den vordersten Plätzen. Tatjana Hüfner verewigt sich in den Geschichtsbüchern des Rodelsports. Die wichtigsten Wintersport-Ereignisse des Tages im Überblick.

Johannes Rydzek, Sieger Eric Frenzel und Fabian Rießle (v.l.n.r.)
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Johannes Rydzek, Sieger Eric Frenzel und Fabian Rießle (v.l.n.r.)


Nordische Kombination in Lillehammer

Eric Frenzel hat den Traumstart der Kombinierer in die Weltcup-Saison fortgesetzt und in Lillehammer einen deutschen Dreifachsieg angeführt. Der Olympiasieger setzte sich vor Johannes Rydzek durch, der zuvor die ersten beiden Saisonrennen in Kuusamo gewonnen hatte. Fabian Rießle auf Platz drei und insgesamt sechs deutsche Athleten unter den besten Zehn machten das Traumergebnis für den Deutschen Skiverband perfekt.

Der 28 Jahre alte Frenzel, der als Vierter mit 24 Sekunden Rückstand auf Sprungsieger Rydzek in die Loipe gegangen war, lag im Ziel 15,0 Sekunden vor seinem Teamkollegen. Rießle hatte am Ende 25,8 Sekunden Rückstand, Routinier Björn Kircheisen folgte auf Platz fünf (+47,6 Sekunden) - das Quartett hatte am Freitag auch die Staffel souverän vor Norwegen gewonnen.

Rodeln in Lake Placid

Europameisterin Tatjana Hüfner hat sich ihren ersten Weltcupsieg der Saison gesichert und ist mit Rekordsiegerin Sylke Otto gleichgezogen. Die Erfurterin siegte auf der schwierigen Bahn in Lake Placid vor den Kanadierinnen Kimberley McRae und Alex Gough. Für Hüfner war der Sieg im Nordosten der USA der 37. Weltcup-Erfolg ihrer Karriere - so viele hatte bisher nur Otto geschafft, die 2007 ihre Karriere beendete. Olympiasiegerin Natalie Geisenberger landete auf dem fünften Rang, Julia Taubitz und Dajana Eitberger wurden Achte und Neunte.

Auch bei den Doppelsitzern war mit den Gesamtführenden Toni Eggert/Sascha Benecken ein deutsches Duo erfolgreich. Olympiasieger Felix Loch enttäuschte dagegen erneut und wurde wie im Vorjahr nur Sechster. Die deutsche Team-Staffel um Loch, Hüfner und Eggert/Benecken fuhr zum Abschluss nach einigen Fehlern nur auf den siebten Platz.

Eisschnelllauf in Astana

Nico Ihle hat einen neuerlichen Sprung auf das Weltcup-Podest nur knapp verpasst. Zwei Wochen nach seinem Überraschungssieg in Nagano über 500 Meter wurde der Sprinter im kasachischen Astana Vierter über 1000 Meter und war in 1:09,06 Minuten nur sieben Tausendstelsekunden langsamer als der drittplatzierte Japaner Takuro Oda. Der Sieg ging an den Kanadier Vincent De Haître (1:08,90) vor Weltmeister Pawel Kulischnikow (1:08,99).

Claudia Pechstein ging in der Teamverfolgung der Frauen leer aus. An der Seite von Gabriele Hirschbichler und Roxane Dufter wurde die 44-Jährige in 3:03,89 Minuten Fünfte. Die Bestzeit stellte das japanische Trio auf (2:57,75). Auch die deutschen Männer um den 5000-Meter-Zweiten Patrick Beckert verpassten als Neunte (3:47,43) die Medaillenränge deutlich. Es siegte erneut Japan (3:44,10).

lst/sid/dpa



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