Wintersport Freitag und Freund springen knapp am Podest vorbei

Die deutschen Adler sind in guter Frühform: Beim Weltcup in Harachov landeten in Richard Freitag und Severin Freund zwei von ihnen unter den besten Zehn des Klassements. Stark verbessert präsentierte sich auch Bob-Weltmeisterin Cathleen Martini.

DSV-Springer Freund: Top-Platzierung beim Weltcup in Harachov
AFP

DSV-Springer Freund: Top-Platzierung beim Weltcup in Harachov


Hamburg - Richard Freitag flog als Sechster erneut in die Weltspitze, Severin Freund überzeugte auf Platz zehn: Die deutschen Skispringer haben ihre bisher starke Saison auch in Harrachov fortgesetzt, die erhoffte Attacke auf die Überflieger aus Österreich blieb aber aus. Am tschechischen "Teufelsberg" ging der Sieg erneut an einen Österreicher, diesmal stand Gregor Schlierenzauer ganz oben auf dem Treppchen. Zweiter wurde der Japaner Daiki Ito vor Anders Bardal aus Norwegen.

"Leider bin ich heute etwas unrhythmisch gesprungen, auch wenn ich die Schanze eigentlich sehr gut finde", sagte Freitag, der vergangenes Wochenende in Lillehammer erstmals in seiner Karriere auf das Podest gesprungen war. Ein ähnlicher Coup blieb in Harrachov aus: Der 20-Jährige verlor im zweiten Durchgang noch einen Platz. Sein Vater Holger hatte 1983 in Harrachov seinen einzigen Weltcup-Sieg gefeiert.

Bob-Weltmeisterin Cathleen Martini hat sich eindrucksvoll auf dem Siegerpodest zurückgemeldet. Beim Weltcup-Debüt der Frauen auf der Olympia-Bahn von 1992 im französischen La Plagne raste die Deutsche am Freitag auf Platz zwei. Mit Bahnrekord von 1:10,14 Minuten im zweiten Durchgang verbesserte sie sich mit Anschieberin Janine Tischer noch vom vierten Rang. Beim Weltcup-Auftakt hatte sie noch mit Platz fünf vorlieb nehmen müssen. Geschlagen wurde Martini lediglich von der Kanadierin Kaillie Humphries, die mit Emily Baadsvik unangefochten zum Sieg fuhr.

Die deutschen Skeletonfahrer haben beim zweiten Weltcup auf in La Plagne die Podestplätze erneut verpasst. Der ehemalige Team-Weltmeister Frank Rommel wurde als bester Deutscher in 2:03,40 Minuten Fünfter, lag in der Endabrechnung beider Läufe 2,15 Sekunden hinter Sieger Martins Dukurs aus Lettland (2:01,25) zurück. Der 27 Jahre alte Gesamt-Weltcupsieger und Weltmeister Dukurs hatte bereits den Auftakt im österreichischen Igls gewonnen und dominierte auch in La Plagne. Er hatte nach beiden Läufen 0,98 Sekunden Vorsprung auf seinen Bruder Tomass.

aha/sid/dpa



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