Wintersport Geiger überrascht, Höfl-Riesch enttäuscht

Skirennläuferin Christina Geiger hat beim Weltcup-Slalom im österreichischen Lienz für eine positive Überraschung gesorgt. Doppel-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch enttäuschte dagegen. Und: Abfahrer Stephan Keppler konnte seine Trainingsleistungen beim Weltcup im italienischen Bormio nicht bestätigen.

Skirennläuferin Geiger: Platz vier in Lienz
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Skirennläuferin Geiger: Platz vier in Lienz


Hamburg - Doppel-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch hat beim Weltcup-Slalom im österreichischen Lienz das Podium deutlich verpasst und nur den neunten Rang belegt. Anstelle der Mitfavoritin sorgte Christina Geiger für eine positive Überraschung: Sie fuhr in 1:52,75 Minuten auf einen glänzenden vierten Platz. Den Sieg sicherte sich auch im vierten Slalom der Saison Marlies Schild aus Österreich, die in 1:51,42 Minuten Tina Maze aus Slowenien (0,79 Sekunden zurück) und die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin (1,30 Sekunden zurück) auf die Plätze zwei und drei verwies.

Höfl-Riesch hatte als Fünfte des ersten Laufs schon vor dem Finale nur noch geringe Siegeschancen. Die 27-Jährige leistete sich dann auch im zweiten Durchgang viele Fahrfehler und lag am Ende fast zwei Sekunden hinter der Siegerin. Lena Dürr, die zuletzt in Courchevel und Flachau zweimal Laufbestzeit im zweiten Durchgang fuhr, verpasste diesmal als 18. den Sprung unter die besten 15. Hinter ihr landete Fanny Chmelar auf Platz 20. Katharina Dürr kam auf Rang 30. Nina Perner, Veronika Staber, Barbara Wirth und Monica Hübner hatten den zweiten Lauf verpasst.

Skirennfahrer Stephan Keppler hat seine starken Trainingsleistungen bei der Weltcup-Abfahrt im italienischen Bormio nicht bestätigt und als 17. eine Top-Platzierung verpasst. Nach einer Fahrt mit mehreren Patzern fehlten dem 28-Jährigen am Donnerstag 1,96 Sekunden auf den Sieger Didier Défago. Der Schweizer Olympiasieger setzte sich vor seinem Landsmann Patrick Küng und Klaus Kröll aus Österreich durch.

Keppler hatte an den Vortagen im Training gute Zeiten erreicht. "Das ist schon eine Riesenenttäuschung. Ich hätte hier um das Podest mitfahren können. Aber das ist natürlich schlecht, das war gar nix", sagte er. Sein Teamkollege Tobias Stechert verpasste auf Rang 33 ebenso Weltcup- Punkte wie Andreas Sander, der 43. wurde.

Kaisa Mäkarainen aus Finnland und Carl Johan Bergman aus Schweden haben die 10. Auflage der World Team Challenge der Biathleten in Gelsenkirchen gewonnen. Vor über 40 000 Zuschauern in der Veltins-Arena setzte sich das Mixed-Duo am Donnerstag bei der Show-Veranstaltung, bei der keine Weltcup-Punkte vergeben werden, vor dem ukrainischen Duo Wita Semerenko und Sergej Sednew durch. Die Sieger sicherten sich ein Preisgeld in Höhe von 28 000 Euro sowie je einen Kleinwagen. Bestes deutsches Paar auf dem Parcours über 18 Runden mit je 1243 Metern wurden Andrea Henkel und Michael Greis auf dem sechsten Platz.

Die Rodel-Olympiasieger Tatjana Hüfner und Felix Loch haben sich bei der Deutschen Meisterschaft in Altenberg keine Blöße gegeben und die Titel gewonnen. Loch, der den Gesamtweltcup mit zwei Siegen und einem zweiten Platz aus drei Saisonrennen souverän anführt, siegte in 1:48,243 Minuten vor Jan Eichhorn (0,277 Sekunden zurück ) und David Möller (0,340 Sekunden zurück). Bei den Frauen siegte die 28-jährige Hüfner mit einem Vorsprung von 0,609 Sekunden vor der Zweiten Carina Schwab. Dritte wurde Dajana Eitberger.

Nach einer bislang enttäuschend verlaufenen Saison haben die deutschen Langläufer auch beim Prolog der Tour de Ski einen Befreiungsschlag verpasst. Beim Rennen über vier Kilometer in der freien Technik belegte Tim Tscharnke beim Sieg des norwegischen Superstars Petter Northug als bester Deutscher den 13. Rang. Bei den Frauen hinterließen Denise Herrmann als Elfte und Hanna Kolb auf Rang 15 den stärksten Eindruck. Es gewann die polnische Titelverteidigerin Justyna Kowalczyk.

mib/joe/sid/dpa



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