Wintersport Greis wird Vierter, Beck und Wolf triumphieren

Podest knapp verfehlt: Biathlet Michael Greis kam beim Jagdrennen in Östersund als Vierter ins Ziel. Besser machten es die Frauen, bei denen Martina Beck siegte. Kombinierer Björn Kircheisen wurde Zweiter. Eisschnellläuferin Jenny Wolf gewann in China auch den Sprint-Wettbewerb.


Hamburg - Michael Greis hat beim Biathlon-Weltcup in Östersund das Siegerpodest nur knapp verpasst und wurde Vierter. Der 32-jährige Weltmeister lag im Ziel 12,2 Sekunden hinter Tagessieger Tomasz Sikora. Zwei Wochen vor seinem 35. Geburtstag verwies der Pole überraschend Norwegens Superstars Ole Einar Björndalen und Emil Hegle Svendsen auf die nächsten Plätze. Svendsen verteidigte das Gelbe Trikot des Gesamtführenden. Von der deutschen Mannschaft schafften hinter Greis auch Christoph Stephan und Alexander Wolf auf den Rängen sieben sowie acht Plazierungen unter den besten Zehn. Der ehemalige Junioren-Weltmeister Stephan überzeugte dabei mit der besten Laufzeit aller Starter.

Martina Beck hat dagegen das 10-Kilometer-Verfolgungsrennen bei den Frauen gewonnen. Sie setzte sich ohne einen einzigen Schießfehler mit 2,6 Sekunden vor der Russin Jekaterina Jurjewa und deren Landsfrau Swetlana Slepzowa durch. Für Beck war es der 14. Weltcup-Sieg ihrer Karriere. Vierte wurde Kati Wilhelm vor Andrea Henkel, die sich beide jeweils drei Schießfehler leisteten.

Björn Kircheisen hat in Trondheim seinen ersten Podestplatz im diesjährigen Weltcup der nordischen Kombinierer erreicht. Er kam hinter Weltcup-Spitzenreiter Anssi Koivuranta aus Finnland mit 25,9 Sekunden Rückstand als Zweiter ins Ziel. Nach dem 130-Meter-Satz im Springen hatte Kircheisen als Dritter den 10-Kilometer-Lauf in Angriff genommen. Rang drei holte sich der Franzose Jason Lamy Chappuis mit 34,6 Sekunden Rückstand auf Koivuranta, der bereits seinen zweiten Saisonerfolg feierte. Ronny Ackermann wurde Zehnter.

Simon Ammann hat beim Skisprung-Weltcup in Trondheim seinen zweiten Saisonsieg gefeiert. Der Schweizer erhielt 280,2 Punkte für Sprünge auf 140 und 135 Meter. Zweiter wurde Matti Hautamäki aus Finnland, der auf 137 und 135 Meter kam. Platz drei ging an den Österreicher Gregor Schlierenzauer. Als bester Deutscher belegte Martin Schmitt den 13. Rang. Der 30-jährige sprang 130,5 und 129 Meter weit. Michael Uhrmann aus Rastbüchl wurde mit Weiten von 132 und 126,5 Meter 15.

Langlaufstaffel enttäuschte

Ohne den kranken Tobias Angerer ist die deutsche Langlauf-Staffel beim Weltcup in La Clusaz nur auf den enttäuschenden siebten Platz gelaufen. Franz Göring, Jens Filbrich, Tom Reichelt und Weltmeister Axel Teichmann lagen nach 4 mal 10 Kilometern 1:43,8 Minuten hinter dem siegreichen Quartett aus Norwegen, das Schweden und Frankreich auf die Plätze zwei und drei verwies.

Bereits nach dem ersten Läufer hatte das DSV-Team aussichtslos zurückgelegen. Göring musste seinem furiosen Starttempo Tribut zollen, kam als 16. an den Wechsel und hatte einen Rückstand von 1:17 Minuten. Die abschließende Frauenstaffel über 4 mal 5 Kilometer fand ohne deutsche Beteiligung statt, weil Bundestrainer Jochen Behle nach dem Ausfall der ebenfalls erkrankten Evi Sachenbacher-Stehle nicht mehr genügend Läuferinnen zur Verfügung standen.

Jenny Wolf auch im Sprint siegreich

Jenny Wolf hat zum Abschluss des Eisschnelllauf-Weltcups im chinesischen Changchun ihren dritten Sieg gelandet und auch die nichtolympischen 100 Meter gewonnen. In 10,23 Sekunden verpasste die 29-jährige Weltmeisterin ihren eigenen Weltrekord nur um eine hundertstel Sekunde. Damit erhöhte sie ihre Erfolgsbilanz auf 32 Weltcup-Siege. Zweite wurde nur knapp geschlagen die Chinesin Aihua Xing (10,25) vor der Südkoreanerin Lee Sang-Hwa (10,70).

Die deutschen Curling-Männer haben bei den Europameisterschaften in Schweden die erste Niederlage hinnehmen müssen. Das Team des CC Füssen um Skip Andi Kapp verlor in Örnsköldsvik gegen die Schweiz 3:8. Am Samstag hatte die Auswahl noch gegen Titelverteidiger Schottland und Norwegen gewonnen. Die deutschen Frauen kamen unterdessen dank des 7:3 gegen Tschechien zu ihrem zweiten Sieg, verloren danach aber 3:8 gegen England.

David Möller hat beim Rodel-Weltcup in Sigulda Rang drei belegt. Der ehemalige Weltmeister musste sich nach zwei Läufen nur um 0,235 Sekunden dem Russen Albert Demtschenko geschlagen geben. Platz zwei belegte Olympiasieger Armin Zöggeler aus Italien, der nach dem ersten Lauf noch in Führung gelegen hatte. Andi Langenhan, der vor Wochenfrist überraschend das erste Saisonrennen in Innsbruck-Igls gewonnen hatte, musste sich diesmal mit Rang 13 begnügen.

mti/sid/dpa



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