Wintersport kompakt Slalom-Sensation und Rodel-Weltpremiere

Die Weltpremiere des Staffel-Wettbewerbs haben beinahe erwartungsgemäß die deutschen Rodler für sich entschieden. In den beiden Ski-Alpin-Rennen heute fuhren die Deutschen jedoch wieder einmal hinterher. Den Slalom der Männer in Adelboden gewann sensationell ein junger Schweizer.


Hamburg - Die Rodler Patric Leitner/Alexander Resch, Silke Kraushaar-Pielach und David Möller waren beim Weltcup in Königssee nach einem Lauf 1,262 Sekunden schneller als Österreich. Rang drei belegte Kanada.

Erstmals wurde eine solche Staffel mit fortlaufender Zeit als Team-Wettbewerb durchgeführt. Die Athleten mussten im Ziel eine Tafel abschlagen und so das Startsignal für den nächsten Piloten geben. Lediglich der Lette Guntis Rekis verfehlte den Auslöser, seine Mannschaft schied aus. Ein zweite Auflage soll im Februar in Winterberg über die Bühne gehen. Den Männer-Wettbewerb hatte zuvor der Russe Albert Demtschenko gewonnen. Hinter Armin Zöggeler, der seine Weltcup-Führung ausbaute, wurde David Möller Dritter.

Schweizer Berthod: Sieg mit Startnummer 60
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Schweizer Berthod: Sieg mit Startnummer 60

Der Schweizer Marc Berthod hat bei seinem Heimspiel in Adelboden völlig überraschend den vierten Weltcup-Slalom des WM-Winters gewonnen und damit die lange Durststrecke der ehemals besten alpinen Ski-Nation beendet. Mit Startnummer 60 hatte sich der 23-Jährige als 27. gerade noch für das Finale qualifiziert, ehe er mit einem Traumlauf zu seinem ersten Sieg im Weltcup fuhr - dem ersten für die Schweiz nach 102 Rennen.

In einer Gesamtzeit von 1:47,42 Minuten lag Berthod knapp vor Olympiasieger Benjamin Raich aus Österreich (1:47,68) und dessen Landsmann Mario Matt (1:47,80). Felix Neureuther, nach dem ersten Lauf noch Neunter, fiel nach einer fehlerhaften Fahrt im Finale auf Rang 18 zurück. Alois Vogl fädelte im zweiten Durchgang ein und wurde disqualifiziert.

Bei den Frauen ist die Österreicherin Marlies Schild im Slalom derzeit kaum zu schlagen. Beim sechsten Weltcup-Torlauf im slowenischen Kranjska Gora feierte sie bereits ihren fünften Sieg. In einer Gesamtzeit von 1:40,96 Minuten lag Schild nach zwei Läufen deutlich vor der Tschechin Sarka Zahrobska (1:41,62) und Veronika Zuzulova aus der Slowakei (1:42,61). Die sieben deutschen Starterinnen enttäuschten dagegen bis auf eine Ausnahme. Allein Annemarie Gerg qualifizierte sich für den zweiten Durchgang. Die Lenggrieserin fuhr in 1:44,02 Minuten auf Rang zwölf.

mac/sid



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