Wintersport Björgen steht vor Gesamtweltcup-Sieg

Marit Björgen dominierte den Langlauf-Sprint in Falun. Die deutschen Athleten enttäuschten beim letzten Weltcup der Saison. Die DSV-Sprinter hatten keine Chance auf das Podium. Auch beim Weltcup der Alpinen in Lenzerheide war für das deutsche Team bereits im Viertelfinale Endstation.

Marit Björgen: Olympia-Siegerin sprintet in Falun zum Sieg
AFP

Marit Björgen: Olympia-Siegerin sprintet in Falun zum Sieg


Hamburg - Die Norwegerin Marit Björgen steht kurz vor dem Sieg im Gesamtweltcup. Die dreimalige Goldmedaillen-Gewinnerin von Sotschi sicherte sich den Sieg im letzten Sprint-Rennen der Saison. Ingvild Flugstad Oestberg aus Norwegen und die Schwedin Stina Nilsson belegten die Plätze zwei und drei.

Die Deutsche Denise Herrmann verpasste den Sprung ins Finale um sieben Hundertstelsekunden. Herrmann hatte bis Anfang März im Sprintweltcup geführt, war allerdings bei den Weltcups in Lathi und Drammen ebenfalls vorzeitig ausgeschieden. In der Endabrechnung belegt die Deutsche Rang zwei im Sprint-Weltcup hinter der US-Amerikanerin Kikkan Randall.

Im Männer-Sprint siegte der Schwede Teodor Peterson vor seinen Teamkollegen Emil Jönsson und Calle Halfvarsson. DSV-Sprinter Josef Wenzl war bereits in der Qualifikation ausgeschieden. Der 29-Jährige hatte wie Herrmann im Februar noch das rote Trikot des punktbesten Sprinters getragen. Jetzt beendete er die Saison auf Rang drei der Disziplinenwertung.

Ski alpin

Beim Weltcup-Finale der Skialpinen im schweizerischen Lenzerheide ist das Quartett des deutschen Skiverbandes im Teamwettbewerb bereits im Viertelfinale gescheitert. Viktoria Rebensburg, Barbara Wirth, Stefan Luitz und Linus Strasser mussten sich in der ersten Runde dem späteren Sieger Schweiz geschlagen geben. Nach vier Duellen stand es 2:2, nur durch die um 0,18 Sekunden bessere Gesamtzeit kamen die Schweizer weiter.

"Wir machen keinem einen Vorwurf, sie sind nicht schlecht gefahren. Es ist nur schade, dass wir nicht die nächste Runde erreicht haben", sagte Alpin-Direktor Wolfgang Maier der ARD.

Eisschnelllauf

Der niederländische Eisschnelllauf-Star Ireen Wüst hat zum Auftakt des Weltcup-Finales in Heerenveen über 1500 Meter gewonnen. Die Olympia-Zweite verfehlte in 1:53,68 Minuten nur knapp ihren eigenen Bahnrekord und siegte zum zweiten Mal nach 2007 in der Gesamtwertung über diese Distanz. Tages-Zweite wurde die Niederländerin Lotte van Beek (1:54,47) vor der Russin Julia Skokowa (1:56,14). Monique Angermüller (1:58,71) kam auf Rang 14 und belegte in der Gesamtwertung den zehnten Platz. Olympiasiegerin Jorien ter Mors fehlte in Heerenveen, die Niederländerin startet bei der Shorttrack-WM in Montreal.

Bei den Männern hat sich Shani Davis zum sechsten Mal den Weltcup über 1000 Meter gesichert. Dem US-Amerikaner genügte dafür beim Finale ein zweiter Platz. Es gewann der kanadische Olympia-Zweite Denny Morrison in 1:08,91 Minuten, Davis war 0,22 Sekunden langsamer. Das Rennen fand ohne deutsche Beteiligung statt. Den Massenstart der Männer gewann Bob de Vries. Der Lokalmatador siegte vor den belgischen Brüdern Maarten und Bart Swings. De Vries liegt damit nach zwei Rennen auch in der Gesamtwertung vorn. Der Darmstädter Felix Rijhnen kam in der Tageswertung auf einen achtbaren siebten Platz und wurde insgesamt Achter.

Shorttrack

Die deutschen Shorttrack-Olympioniken Robert Seifert und Anna Seidel haben beim Auftakt der Weltmeisterschaften in Montréal in Kanada eine Überraschung verpasst. Über 1500 Meter schieden beide in den Vorläufen aus. Bein den Männern gewann Olympiasieger Charles Hamelin (Kanada), bei den Frauen setzte sich die Olympia-Zweite Shim Suk Hee (Südkorea) durch. Für Sprint-Spezialist Seifert reichte es zum 32. Platz, Paul Herrmann wurde 34. Seidel landete auf Rang 21 und damit zwei Positionen vor ihrer Teamkollegin Julia Riedel.

pni/mon/asi/dpa/sid



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