Wintersport Österreicher dominiert im Skispringen, Deutsche im Rodeln

Austria rules: Der Österreicher Gregor Schlierenzauer triumphierte beim Skispringen in Zakopane. Jenny Wolf bleibt die schnellste Eisschnelläuferin über 500 Meter. Die deutschen Rodlerinnen haben bei den Welttitelkämpfen zum achten Mal in Folge die ersten drei Plätze besetzt.


Hamburg - Gregor Schlierenzauer wurde als Sieger der Skisprung-Festspiele von Zakopane gefeiert, die deutschen Flieger landeten als Quartett erneut nur im Mittelmaß. Vor 40.000 Fans war Michael Uhrmann auf Platz 16 der beste von vier Deutschen unter den Top 24, die im zweiten Durchgang ihre gute Ausgangsposition verspielten.

Skispringer Schlierenzauer: Siegesammler aus Österreich
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Skispringer Schlierenzauer: Siegesammler aus Österreich

"Die Jungs hatten im zweiten Durchgang Pech mit den Rückenwind-Bedingungen, ansonsten war das in Sachen Team ganz gut anzuschauen. Natürlich wollen wir weiter nach vorn", erklärte Bundestrainer Peter Rohwein. Uhrmann fiel von Platz acht nach dem ersten Sprung noch auf Rang 16 zurück, Martin Schmitt stürzte von Platz neun auf Position 17., Stephan Hocke wurde 20., Michael Neumayer enttäuschte auf Platz 24.

Skilangläuferin Walentina Schewtschenko hat das 10-Kilometer-Rennen beim Weltcup im kanadischen Canmore souverän gewonnen. Die Ukrainerin feierte mit 30,3 Sekunden Vorsprung auf die Russin Jewgenia Medwedewa ihren vierten Weltcup-Sieg. Dritte wurde die Polin Justyna Kowalczyk. Beste Deutsche war Evi Sachenbacher-Stehle als Neunte mit 59,5 Sekunden Rückstand auf die Siegerin. Im Gesamtweltcup bleibt die schwedische Tour-de-Ski-Siegerin Charlotte Kalla in Führung, die in Kanada fehlte.

Bei den Herren ist Rene Sommerfeldt auf den glänzenden zweiten Platz gelaufen. Er lag nach 15 Kilometern in der freien Technik nur 8,3 Sekunden hinter dem italienischen Sieger Valerio Checchi. Platz drei belegte dessen Landsmann Pietro Piller-Cottrer. Tour-de-Ski-Sieger Lukas Bauer (Tschechien) verteidigte trotz seiner Abwesenheit in Kanada die Führung im Gesamtweltcup. Sommerfeldt verbesserte sich auf Platz zwei mit 209 Zählern Rückstand.

Die Olympiadritte Tatjana Hüfner hat zum Auftakt der 40. Rodel-WM in Oberhof ihren Titel erfolgreich verteidigt. Die 24-Jährige war nach zwei Läufen insgesamt vier Hunderstelsekunden schneller als Europameisterin Natalie Geisenberger. Bronze sicherte sich bei ihrer Abschieds-WM Lokalmatadorin Silke Kraushaar-Pielach (0,142 Sekunden zurück) vor der Ukrainerin Natalja Jakuschenko (0,289). Für die deutschen Rodlerinnen war es der 11. WM-Titelgewinn in Serie, die letzte Niederlage hatte es 1993 durch die Italienerin Gerda Weissensteiner gegeben. Bei nun acht Championaten hintereinander gewannen die deutschen Eisflitzerinnen jeweils alle drei Medaillen. Anke Wischnewski wurde nach Platz zwei bei der letzten WM diesmal Fünfte.

Eisschnellläuferin Jenny Wolf ist auf dem Weg zu ihrem dritten Gesamtweltcup-Sieg in Folge über 500 Meter nicht zu bremsen. Die 28 Jahre alte Sprint-Weltmeisterin gewann zu Beginn des Weltcups im norwegischen Hamar auf der kürzesten olympischen Strecke in Bahnrekord mit 37,53 Sekunden und baute ihre Führung im Gesamtweltcup mit jetzt 860 Punkten nach neun von 14 Rennen weiter aus. Zweite wurde Lee Sang-Hwa (Südkorea) in 38,07 Sekunden vor Marianne Timmer (Niederlande/38,23). Pamela Zoellner sorgte mit ihrem fünften Platz in 38,58 Sekunden genauso für eine positive Überraschung wie Heike Hartmann, die in 38,59 Sekunden Sechste wurde. Daniela Anschütz-Thoms belegte in der B-Gruppe in guten 39,58 Sekunden den siebten Rang.

Claudia Pechstein hat hingegen einen Podestplatz verpasst. Die deutsche Rekord-Winterolympionikin belegte über 1500 Meter in mäßigen 1:57,64 Minuten den sechsten Rang vor Anschütz-Thoms, die in 1:57,70 Minuten Siebte wurde. Den Sieg sicherte die Niederländerin Ireen Wüst mit Bahnrekord in 1:54, 65 Minuten vor Paulien van Deutekom (Niederlande/1:56,84) und Christine Nesbitt (Kanada/1:57,14).

fpf/sid/dpa



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