Felix Dachsel

WhatsApp-Umfrage zur WM Meine Mutter schaut doch eh kein Fußball

Felix Dachsel
Die Mini-Kolumne zur WM von Felix Dachsel
Ich wollte wissen, wie die WM bisher so ankommt. Hier sind exklusive Einschätzungen von Jan Fleischhauer, Maxim Biller und meiner Mutter.
Schauen manchmal Fußball: Bukayo Saka und Jude Bellingham

Schauen manchmal Fußball: Bukayo Saka und Jude Bellingham

Foto: Tim Nwachukwu / Getty Images
Katar kompakt – die Mini-Kolumne zur WM

Bei der wohl irrsten WM aller Zeiten werden irre Dinge passieren. Unser Kolumnist würdigt täglich die schillernden, absurden, schönen und durchgeknallten Katar-Momente. Lesezeit: garantiert unter eine Minute.

Ich habe mich umgehört, wie die WM bisher so ankommt. An der Kasse von Rewe versuchte ich ein Gespräch anzufangen. Die Kassiererin hatte keine Zeit. Also schrieb ich ein paar Leuten eine WhatsApp. Ich präsentiere hier die Antworten, im Stil der legendären Deutschlandfunk-Presseschau.

Günther Dachsel merkt an: »Ich habe kein Problem damit, wenn Deutschland am Sonntag rausfliegt.« In eine ähnliche Richtung geht Maxim Biller, er kritisiert: »Die Deutschen laufen nur hoch und runter, wie sie es in der Fußballschule gelernt haben.« Özlem Gezer kommt zum Schluss: »Fake!« Sandra Dachsel kommentiert: »Das schaue ich mir dieses Jahr sowieso nicht an.« Till Reiners merkt an: »Gucke nichts von der WM und hoffe, das Deutschland die Chance eines würdevollen Ausscheidens nutzt!«

Daniel Haas ist der Meinung: »Die WM ist die sportiv getarnte Vollnarkose, mit der westliche Mediennutzer ihr gespaltenes zynisches Bewusstsein (es besser wissen, korrupt handeln) zur Ruhe betten. Wenn das Sportsgeist darstellen soll, dann gute Nacht.«

Micky Beisenherz führt aus: »Zum Spiel der Deutschen habe ich pünktlich um 14.00 Uhr auf dem Hotelbett gelegen und ein Nickerchen gemacht.« Tobias Blanken ist der Meinung: »Deprimierend wie Delmenhorst.« Lukas Herrmann gibt zu Bedenken: »Es macht einfach nur Spaß.« Frauke Böger befasst sich mit dem Spiel Uruguay gegen Südkorea, sie kritisiert: »Die Urus haben zu viele Chancen liegen gelassen.« Annegret Herrmann-Dachsel schreibt: »Fußball schau ich eh nicht.«

Auch Jan Fleischhauer befasst sich mit dem geringen Interesse an diesem Turnier, er kommentiert: »Ich habe gewettet, dass sich außer Robert Habeck und ein paar Dödeln auf Twitter niemand vom WM-Gucken abhalten lassen wird. Wenn es so weiterläuft, muss ich mir aber eine sehr gute Ausrede einfallen lassen, weshalb ich trotzdem richtig lag.«

Alard von Kittlitz kommt zu dem Schluss: »Ich mag das alles nicht. Ich mag Bukayo Saka, wenn der die WM gewinnen möchte, freue ich mich für ihn.«

Das waren die Pressestimmen. Kommen Sie gut durch das Wochenende.

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