Berichte über Schweigegeld-Offerte an Geliebte Wrestling – Verbandsboss lässt nach Affäre Posten ruhen

Vince McMahon führte World Wrestling Entertainment zu einer Weltmarke. Nun tritt der streitbare US-Amerikaner vorerst ab – er soll einer Geliebten und Ex-Angestellten Millionen gezahlt haben, damit sie ihr Verhältnis nicht publik macht.
Vince McMahon (Archivbild, 2012)

Vince McMahon (Archivbild, 2012)

Foto: Jessica Hill / AP

Aufgrund von mutmaßlichen Schweigegeldzahlungen an eine frühere Geliebte lässt Vince McMahon, CEO und Vorsitzender der Wrestling-Organisation WWE, seine Posten vorerst ruhen.

Interimsweise wird McMahons Tochter Stephanie die Aufgaben ihres Vaters übernehmen. Das teilte WWE am Freitag mit. Bereits zuvor war bekannt geworden, dass das WWE-Direktorium die Vorwürfe gegen McMahon untersuchen lassen würde. Der Wrestling-Boss hatte angekündigt, mit dieser Untersuchung »vollumfänglich« kooperieren und ihr Ergebnis akzeptieren zu wollen. Bis zum Ende des Verfahrens wolle McMahon sich jedoch aus der ersten Reihe zurückziehen.

Das »Wall Street Journal« hatte zuletzt von einem Verhältnis berichtet, das McMahon 2019 mit einer damaligen Angestellten eingegangen sein soll. Dem 76 Jahre alten Wrestling-Patriarch wird unter anderem vorgeworfen, das Jahresgehalt der als Assistentin in der WWE-Rechtsabteilung angestellten Frau zunächst als Gegenleistung für die offenbar einvernehmliche Affäre verdoppelt zu haben. Später soll McMahon der Frau einen Schweigegeldvertrag vorgelegt haben, der eine Einmalzahlung in Höhe von einer Million US-Dollar sowie die Option auf zwei weitere Millionen vorsah.

Trotzdem weiter für die Show verantwortlich

McMahons soll nicht allein an dem Fall beteiligt gewesen sein, auch WWE-Talentkoordinator und Ex-Wrestler John Laurinaitis sei involviert gewesen, heißt es. Den Männern wird ein Verstoß gegen die selbst auferlegten Firmenrichtlinien  vorgeworfen. Allerdings ist der angekündigte Rückzug des WWE-Chefs kein kompletter: Wie das Unternehmen mitteilte, sei McMahon weiter für die kreativen Inhalte des Schaukampf-Netzwerks verantwortlich. Zudem kündigte WWE einen Auftritt McMahons in der Livesendung »Smackdown« an.

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McMahon hatte World Wrestling Entertainment, das damals noch World Wrestling Federation hieß, im Jahr 1982 übernommen. Unter seiner Führung stieg die Wrestling-Marke vom kleinen Nischenphänomen zu einem globalen Erfolg auf und brachte Stars wie Hulk Hogan, Dwayne Johnson, Steve Austin oder John Cena hervor.

Außereheliche Affären räumte McMahon bereits 2001 in einem Interview mit dem »Playboy« ein, politisch hatte die Familie McMahon in den letzten Jahren die Nähe zum republikanischen Ex-Präsidenten Donald Trump gesucht.

cev/ap
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