Warum Krankenhäuser die Aufnahme von Notfallpatienten ablehnen Retter ohne Landeerlaubnis

In einem kleinen Ort im Schwarzwald bricht ein Mann zusammen. Verdacht auf Hirnschlag diagnostiziert die Hausärztin. Die herbeigerufene Besatzung eines Rettungshubschraubers sucht Hilfe für den lebensgefährlich erkrankten Freddy K. - vergebens.

Acht Krankenhäuser in der Umgegend verweigern die Aufnahme, der Patient stirbt. Ein Alptraum, den Notärzte immer öfter erleben. Schuld ist offenkundig die Sparpolitik im Gesundheitswesen. In den Intensivabteilungen der Krankenhäuser fehlen Betten und technische Einrichtungen, das Personal ist vielfach überlastet. "Intensivstationen sind ein schlechtes Geschäft für die Kliniken", klagt ein Münchner Krankenhausmediziner verbittert.

Noch können die Ärzte ihre Entscheidungen aus medizinischen Gründen fällen und nicht aus wirtschaftlichen. Aber viele von ihnen befürchten, dass die aufwändige Spitzenmedizin in naher Zukunft auf ein niedriges Niveau gebracht wird und sich die Bettenknappheit weiter verschärft.

SPIEGEL TV über den Fall Freddy K. und die Krise im deutschen Rettungswesen.


BUNDESRAT

Neues Gesetz soll bei Kliniken sparen

Gegen den Widerstand der Union hat der Bundesrat am Freitag die Klinikreform verabschiedet. Danach können die über 2000 Krankenhäuser in Deutschland ab 2004 keine Tagessätze mehr abrechnen. Für jeden Krankheitsfall gibt es dann eine einheitliche Pauschale. mehr...








EIN JAHR GESUNDHEITSMINISTERIN SCHMIDT

Politik der Bettvorleger

"Als Tiger gesprungen, als Bettvorleger gelandet" - das kann man Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) nun wirklich nicht vorwerfen. Als Tigerin hat sie sich nie gebärdet. Die Bilanz nach einem Jahr im Amt: Schmidts Politik ist zahnlos. mehr...



Weitere Artikel zum Thema bei SPIEGEL ONLINE:






Sehen Sie außerdem im SPIEGEL TV Magazin:

Volle Kraft voraus -
wie die Bundesmarine vor Somalia auf den nächsten Anti-Terror-Krieg zusteuert mehr...

Träume auf vier Rädern -
wie die Deutschen den Kult ums Auto zelebrieren mehr...

Zurück zur Übersicht