Polizistenmord Machtkampf in der Berliner Unterwelt

Dass es keine einfache Festnahme wird, war der Berliner Polizei von Anfang an klar. Die Behörde schickte gleich das Sondereinsatzkommando, um Yassin K. wegen versuchten Mordes festzunehmen. Doch der Libanese wehrte sich und erschoss den Polizisten in der ersten Reihe. Die Ermittlungen wegen der Gewalt führen in den Machtkampf rivalisierender Familien.


Am Morgen nach der tödlichen Festnahme verlassen die Polizisten das Haus in Berlin-Neukölln
DDP

Am Morgen nach der tödlichen Festnahme verlassen die Polizisten das Haus in Berlin-Neukölln

Roland K. hatte keine Chance. Die tödliche Kugel trifft ihn ins Gesicht, als er als erster in die Wohnung einer libanesischen Familie stürmt. Der 37jährige Polizist und seine Kollegen vom Sondereinsatzkommando sollen Yassin K. festzunehmen - wegen versuchten Mordes. Der Libanese soll wenige Tage zuvor einen Mann vor einer Diskothek niedergestochen haben. Der mutmaßliche Mörder ist der Polizei seit Jahren als Mitglied einer Großfamilie bekannt, die um die Macht in der Berliner Türsteher- und Drogen-Szene kämpft. Er ist mehrfach vorbestraft, unter anderem wegen schwereren Raubes, gefährlicher Körperverletzung, Erpressung und Verstoß gegen das Waffengesetz. K.s Asylantrag wurde bereits 1979 abgelehnt, seither lebt der gebürtige Libanese mit behördlicher Duldung in Deutschland.

SPIEGEL TV-Autor Thomas Heise war in der Türsteher-Szene unterwegs und hat mit Angehörigen der verfeindeten Familien gesprochen.


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