Kohlesubvention Der schwarze Irrsinn

Jeder Arbeitsplatz im Bergbau an Ruhr und Saar kostet den Steuerzahler pro Jahr rund 80.000 Euro. Kein anderer Wirtschaftszweig wird so stark subventioniert wie die Steinkohle-Förderung. Allein 2002 flossen fast drei Milliarden Euro Beihilfe in den Bergbau. Und das wird auch erst einmal so bleiben.


Kohle-Subvention: Wie lange noch?
DDP

Kohle-Subvention: Wie lange noch?

Jüngst haben sich die rot-grünen Koalitionäre in Nordrhein-Westfalen darauf geeinigt, die Landesmittel für die Kohle ab 2006 gerade mal um 40 Millionen zu drosseln, gerechnet auf eine Gesamt-Unterstützung von 500 Millionen Euro für diesen Zeitraum. Bei der SPD scheint der Wille zum Subventionsabbau spätestens bei der Kohle-Hilfe zu enden. Denn Bergleute sind sozialdemokratische Stammwählerschaft, und die vergrault man nicht gern. Dabei macht der aufwändige Abbau deutscher Steinkohle wirtschaftlich wenig Sinn. Der schwarze Rohstoff aus heimischen Gruben ist fast viermal teurer als Exportkohle.







"Die Chance für einen radikalen Abbau der Subventionen war noch nie so groß": Pharmaproduktion
DPA

"Die Chance für einen radikalen Abbau der Subventionen war noch nie so groß": Pharmaproduktion

DER 150-MILLIARDEN-PLAN


IfW-Chef fordert Streichung aller Subventionen

Dem Finanzexperten des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, Alfred Boss, gehen die Vorschläge zur Steuerreform nicht weit genug. Er plädiert für die Abschaffung aller Subventionen und eine radikale Senkung der Steuersätze. mehr...





In der Kritik: Wolfgang Clement
REUTERS

In der Kritik: Wolfgang Clement

ENERGIEPOLITIK


Falscher Ort, falscher Stoff

Weil Superminister Clement sich als Schutzpatron der heimischen Kohle versteht, haben umweltfreundliche Gaskraftwerke in Deutschland kaum eine Chance. mehr...





SUBVENTIONEN VOM BUND


Berlin behält sein Operntrio

Die Kulturszene in Berlin kann vorerst aufatmen: Nach scheinbar endlosen Debatten um die Zukunft von Staatsoper, Deutscher Oper und Komischer Oper springt der Bund nun mit einer Finanzspritze von 25 Millionen Euro in die Bresche. mehr...



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