SPIEGEL TV Magazin Entführt, gefangen und missbraucht

Entführt, gefangen und missbraucht - Die grausamen Taten des 'russischen Dutroux' Im Freundeskreis des Terrors - Die Hamburger Zelle lebt Die Bronx von Berlin - Leben und Überleben im Wedding Warten auf Flugbewegungen - Warum der neue Leipziger Flughafen etwas zu groß geriet



Entführt, gefangen und missbraucht - Die grausamen Taten des 'russischen Dutroux'

Viktor Mochow war bei seinen Nachbarn beliebt. Der 53jährige Arbeiter galt als unauffällig. Niemand ahnte im russischen Provinznest Skopin, dass Mochow in einem geheimen Verließ über drei Jahre lang zwei Mädchen gefangen hielt. Im Oktober 2000 begann für Lena und Katja der Albtraum. Die damals 14- und 17jährigen Mädchen wurden entführt und von Mochow in einen selbstgebauten Bunker unter seiner Garage gesperrt. Mochow benutzte die Mädchen als Sexsklavinnen. „Prostituierte konnte ich mir nicht leisten“, erklärt der „russische Dutroux“ im Exklusiv-Interview mit Spiegel TV. Dass sie überlebten, verdanken Lena und Katja einem Zufall. Katja brachte kurz nach ihrer Befreiung ein Kind zur Welt. Bereits in der Gefangenschaft hatte sie zwei Kinder von ihrem Peiniger bekommen. Spiegel TV-Reporterin Anna Sadovnikova berichtet.


Im Freundeskreis des Terrors - Die Hamburger Zelle lebt

Sie ließen sich mit den Todespiloten vom 11. September 2001 fotografieren, feierten mit ihnen, teilten sich Wohnung und Gebetsstätte: Studienkollegen und Glaubensbrüder aus dem Umfeld der Hamburger Zelle um Mohammed Atta und Ziad Jarrah leben noch heute unbehelligt in der Hansestadt. Nach Ansicht von Polizei und Staatsschutz gehören sie nach wie vor zum harten Kern der Hamburger Islamistenszene. Juristisch ist den Terroristenfreunden offenbar nicht beizukommen. Ebenso wenig wie Abdelghani Mzoudi und Mounir al-Motassadeq, deren Prozesse wegen Beihilfe zu den Terroranschlägen spektakulär scheiterten. Beide sollen sich mittlerweile wieder in den Kreisen der Hamburger Fundamentalisten bewegen. Spiegel TV-Reporterin Kerstin Mommsen über Islamisten in Hamburg und die Schwächen des Rechtsstaates.


Die Bronx von Berlin - Leben und Überleben im Wedding

Müllberge, Elend, Gewalt: Das einstige Arbeiterviertel Wedding ist zum sozialen Schlusslicht der Hauptstadt verkommen. Nur wenige Kilometer von den schöneren Seiten Berlins entfernt vollzieht sich die Verelendung eines ganzen Stadtteils. „Drecksloch“ nennen die „Kolonie-Boys“ den Wedding, an dessen schlechten Ruf die Mitglieder der Straßengang auch ihren Anteil haben. In ganz Berlin sinken die Kriminalitätszahlen, in dem Problemviertel nicht. Die krisensichersten Job haben hier die Gerichtsvollzieher. Wo sie pfänden sollten, gibt es oft nichts mehr zu holen. Kein Wunder bei mehr als 25 Prozent Arbeitslosen und noch mehr Sozialfällen. Spiegel TV-Reporter Peter Hell über das traurige Schicksal eines ehemaligen Arbeiterviertels.


Warten auf Flugbewegungen - Warum der neue Leipziger Flughafen etwas zu groß geriet

Nichts fehlt: Mega-Startbahn, Autobahn-Anschluss, Bahnhof, Parkhaus, Geschäfte, kurze Wege. Der Flughafen Leipzig-Halle könnte kaum moderner sein. Viel Stahl, viel Glas. Und vor allem viel Platz. Seit einem Jahr ist der schicke neue Terminal in Betrieb. Nur eines vermisst man hier - Menschen. Die scheinen bei der Milliarden schweren Planung für den „Interkontinental-Flughafen für Mitteldeutschland“ vergessen worden zu sein. Knapp zwei Millionen Passagiere hoben 2002 von Leipzig aus ab. 4,5 Millionen sollten es sein, denn so groß ist die Kapazität für den neuen Terminal. Größenwahnsinnig nennen Kritiker die Ausmaße des sächsischen Airports. Spiegel TV-Reporter Adrian-Basil Mueller über einen Flughafen, der ein paar Nummern zu groß geriet.

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