Opfer einer Zwangsehe Der Mord an der Türkin Semra U.

Weitere Themen der Sendung: Gefahr am Ohr - Wie sich Handystrahlen auf das Erbgut auswirken können; Showdown im Osten - Fördergelder in Westerndorf verballert; Pferdeversteher - Krisengespräch mit Hengst und Stute




Opfer einer Zwangsehe -
Der Mord an der Türkin Semra U.


Mit 16 Jahren wurde Semra U. verheiratet, mit einem Mann, den ihr Vater ausgewählt hatte. Mit 21 wurde die Türkin getötet - weil sie frei sein wollte gegen den Willen ihrer Familie. Die Bluttat ereignet sich Ende November vor dem Jugendamt in Berlin-Reinickendorf. Cengiz U. sticht Semra, die sich wenige Monate zuvor von ihm scheiden ließ, auf offener Straße nieder. Die dreijährige Tochter muss die Tat mit ansehen. Kurz zuvor, bei dem Termin im Jugendamt, sollte es um das Besuchsrecht für das gemeinsame Kind gehen. Wenig später nimmt die Polizei Cengiz U. fest, er ist geständig.

SPIEGEL TV über das tödliche Ende einer türkischen Zwangsehe mitten in Berlin. SPIEGEL-TV-Reporter haben exklusiv mit dem Vater des Opfers und der Familie des Täters in der Türkei gesprochen.


Gefahr am Ohr -
Wie sich Handystrahlen auf das Erbgut auswirken können

Ein Leben ohne Mobiltelefon ist für Millionen Menschen unvorstellbar. Allein im vergangenen Jahr hat die Branche in Deutschland mehr als 16 Millionen Handys verkauft. Mit der immer größeren Verbreitung der Funktelefone wächst auch die Angst der Nutzer vor gesundheitlichen Risiken. Jetzt gibt eine neue EU-Studie erneut Grund zur Sorge. Denn Wissenschaftler aus sieben Nationen haben dabei herausgefunden, dass elektromagnetische Felder das Erbgut schädigen und auf diese Weise womöglich Krebs auslösen können. Ob die Ergebnisse aus dem Reagenzglas auch auf die Zellen des Handynutzers übertragbar sind, bleibt indes umstritten. Die Hersteller bestreiten vehement, dass Handys krank machen können. SPIEGEL-TV-Reporter Dirk Schulze berichtet.


Showdown im Osten -
Fördergelder in Westerndorf verballert

Silver Lake City ist eine Geisterstadt. Der Saloon, der General Store, die Mainstreet - alles wie ausgestorben seit dem Saisonende im Templiner Westerndorf. Im wirtschaftlich eher ruhigen Osten sollte das Wildwestkaff für etwas Schwung sorgen. Doch nach der ersten Saison ist die Ernüchterung groß. Der Freizeitpark hat längst nicht so viele Besucher in die Uckermark gelockt wie vor der Eröffnung berechnet. So könnte die Silver Lake City womöglich ein Flop werden. Cargolifter, Chipfabrik & Co lassen grüßen. Immerhin, mehr als sechs Millionen Euro öffentlicher Gelder wurden in der Western-Attrappe verballert. An die Fördermittel zu kommen, war für die Wildwest-Macher offenbar kein Problem.

SPIEGEL-TV-Reporter Detlev Konnerth über garantierte Banküberfälle, laxe Fördermittelvergabe und Investitionsdesperados in Brandenburg.


Pferdeversteher -
Krisengespräch mit Hengst und Stute

Winnie Pooh hat ein Problem: Er mag es überhaupt nicht, verladen zu werden. Nichts schlimmes, wäre Winnie Pooh nicht ein ausgewachsener Wallach und seine Besitzerin Sonja L. nicht der Verzweiflung so nah. So manches Mal musste die Reiterin bereits unfreiwilliger Weise auswärts übernachten, weil ihr Pferd nicht in den Transportanhänger zu bewegen war. Und Winnie Pooh ist kein Einzelfall, wissen Linda Weritz und Andrea Kutsch. Die beiden sind Tiertrainerinnen, ganz besondere, denn ihr Handwerk haben sie beim Pferdeflüsterer Monty Roberts gelernt. Dessen Methode wenden Weritz und Kutsch an, um Problempferde zu behandeln. Der Andrang in den "Monty Roberts Learning Centers" ist groß. So wie ihr berühmtes Vorbild therapieren die beiden Pferdeversteherinnen nicht nur die Vierbeiner, sondern die Besitzer manchmal gleich mit. SPIEGEL-TV-Reporterin Sanja Hardinghaus berichtet.

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