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Open Doku 2012 Das Dokumentarfilm-Festival auf SPIEGEL.TV

Vom schönsten Gefühl der Welt bis zur harten Realität eines Flaschensammlers, von Fußball bis Familiensuche: Zum Jahresende präsentiert SPIEGEL.TV sechs deutsche Dokumentarfilme, die bislang nur auf Festivals und im Kinosaal zu sehen waren, aber eine größere Öffentlichkeit verdient haben.

Ein Mädchen grübelt, starrt auf einen See und schreibt in eine Kladde: "Hallo, ich bin deine Tochter Jana." So beginnt Daniel Krügers einfühlsamer Film "Janas Sommer"  - er ist einer der Dokumentarfilme, die SPIEGEL.TV erstmals vor einem großen Publikum zeigt. Die Geschichte von der 15-Jährigen, die ihre Mutter kennenlernen möchte, können die Nutzer von SPIEGEL ONLINE jetzt kostenlos im Web-TV sehen. Dieser und fünf weitere Filme bilden die erste Auflage des "Open Doku"-Festivals.

Viele bekannte Gesichter gibt es in "Hauptsache Fußball"  zu sehen. Andreas Bach zeigt in seinem Dokumentarfilm "junge Profis auf dem Weg ins Spiel". Er hat dafür Auskenner wie Reiner Calmund und Hermann Gerland interviewt. Außerdem zeigt er die Arbeit von Spielervermittlern und lässt natürlich viele junge Bundesliga-Profis wie Holger Badstuber oder Patrick Hermann zu Wort kommen. Jan Reschke hat den Film auf SPIEGEL ONLINE so besprochen: "Die Dokumentation will einen Einblick in die schwierige Alltagssituation junger talentierter Fußballer geben, im Angesicht der Perspektive Profigeschäft oder Provinz. Das gelingt ihr vortrefflich, was vor allem an den vielen gut ausgewählten Charakteren liegt."

Um Karriereträume geht es auch in der Musikdoku "Die Taktstürmer"  . Der Film ist der erste Teil einer Langzeitbeobachtung, die Regisseur Nico Sommer bis ins Jahr 2022 fortführen möchte. Er begleitet drei verschiedene Musiker aus Berlin, die ein Ziel gemeinsam haben: Sie wollen von ihrer Musik leben können. Die Dokumentation begleitet Anna, Robert und Niko in ihrem oft tragikomischen Musikeralltag zwischen Auftritten im Altersheim und Streit während der Bandproben. Der Film ist auch eine Antithese zu den bekannten Casting-Formaten im Fernsehen.

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Open Doku 2012: Das Dokumentarfilm-Festival auf SPIEGEL.TV

Foto: Bachfilm

Ohne Stars kommt die Reportage "Bücken für acht Cent"  von Malte Blockhaus und Philipp Achterberg aus. Ihr Protagonist ist Flaschensammler Jan, den die Filmemacher einen Tag auf der Kieler Woche begleiten. Dort macht er das Geschäft seines Lebens. "Bücken für acht Cent" besticht durch die tollen Bilder, durch die die Zuschauer dem Hauptdarsteller sehr nahe kommen.

In "8 x Liebe"  von Patrick Steller und Arabella Bartsch werden verschiedene Episoden über das größte Thema der Welt erzählt: die Liebe. Musiker von der Band "Schandmaul" und die Sängerin Alev Lenz offenbaren, welche Rolle die Liebe für sie als Inspiration spielt. Paare aller Altersgruppen sprechen über ihre Beziehung. Der Gehirnforscher Manfred Spitzer und eine Liebesbriefforscherin ordnen die subjektiven Statements der Liebenden als Experten ein. Durch Spielszenen und gezeichnete Passagen kriegt "8 x Liebe" eine besondere visuelle Anmutung.

Fast ein Jahr haben die Dreharbeiten zu "24HH"  gedauert. Der Zeitrafferfilm zeigt einen Tag Hamburger Stadtleben komprimiert auf 20 Minuten. Die Dokumentation von Markus Haaser kommt ohne O-Töne aus und zeigt aus der Perspektive des Flaneurs Menschen, Straßen, Clubs und Begegnungen. Der Zuschauer sieht die Stadt wie mit den Augen eines Kindes, das eine neue Welt entdeckt. Der Film ist als Diplomarbeit an der Hochschule für bildende Künste Hamburg entstanden - mitbetreut von Oscar-Preisträger Pepe Danquart.


Die "Open Doku 2012" finden Sie jetzt auf SPIEGEL.TV. 

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