Tod in der Schule Das Massaker von Erfurt

Auch ein Jahr nach dem Amoklauf am Erfurter Gutenberg- Gymnasium haben viele Beteiligte das Trauma des blutigen Massakers noch nicht überwunden. Am 26. April 2002 hatte Robert Steinhäuser 16 Menschen mit einer Handfeuerwaffe getötet.

Sendetermin: Samstag, 26.04.2003, 22.05 - 00.10 Uhr, VOX

Der Amokläufer von Erfurt: Robert Steinhäuser
THÜRINGER ALLGEMEINE/AP

Der Amokläufer von Erfurt: Robert Steinhäuser

Der 18-Jährige war sechs Monate zuvor von der Schule verwiesen worden. Am Tag der letzten Abiturprüfungen erschoss er innerhalb von zehn Minuten zwölf Lehrer, die Schulsekretärin, zwei ehemalige Mitschüler und einen Polizisten. Am Ende richtet er die Waffe gegen sich selbst.

Für einen Moment verharrt die deutsche Öffentlichkeit fassungslos vor der Dimension dieses Verbrechens. Doch schon kurz nach der Tragödie gibt es zum Teil vehemente Kritik am Einsatz von Polizei und Rettungskräften. Unbequeme Fragen werden gestellt: Hätten einige der Opfer gerettet werden können? Haben die Einsatzkräfte die notwendige Versorgung der lebensgefährlich Verletzten verzögert, aus Furcht vor weiteren Opfern aus den eigenen Reihen?

SPIEGEL TV-Autor Henry Köhler hat mit Lehrern, Hinterbliebenen, Polizisten, Notfallpsychologen und Rettungssanitätern gesprochen. Entstanden ist das beklemmende Protokoll eines Tages, der die Stadt veränderte und die Stimmung ihrer Bewohner bis heute prägt.


Chroniken:



"Das Geschehene als Realität anerkennen": Pastor Wagenführ aus Erfurt
SPIEGEL ONLINE

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BERICHT EINES SEELSORGERS


"Die Wunden in den Seelen werden nie verheilen"


Sofort nach dem Amoklauf in der Erfurter Gutenberg-Schule übernahm der katholische Polizeipfarrer Franz-Josef Wagenführ die Betreuung der unter Schock stehenden Jugendlichen, die aus der Schule kamen. Der Geistliche versuchte, Trost zu spenden und den Gewaltopfern die Todesangst zu nehmen. Einfach da zu sein, sagt er, sei das Wichtigste gewesen. mehr...





Literatur zum Thema:


Heinz G. Holtappels, Wilhelm Heitmeyer, Wolfgang Melzer:
"Forschung über Gewalt an Schulen"
Erscheinungsformen und Ursachen, Konzepte und Prävention
Juventa, Weinheim 1999
26,00 Euro


Peter Struck:
"Zuschlagen, Zerstören, Selbstzerstören"
Wege aus Spirale der Gewalt
Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1995
12,50 Euro


Rudolf H. Weiß:
"Gewalt, Medien und Aggressivität bei Schülern"
Hogrefe, Göttingen 2000
32,95 Euro


Jo Groebel, Uli Gleich:
"Gewaltprofil des deutschen Fernsehprogramms"
Leske + Budrich, 1993


Josef Isensee, Peter Axer:
"Jugendschutz im Fernsehen"
C.H. Beck, 1998
38,00 Euro


"Medienkontrollinstitutionen in Deutschland"
Eine Übersicht
Luchterhand, 2000
9,90 Euro


Jens Waltermann, Marcel Machill:
"Verantwortung im Internet"
Selbstregulierung und Jugendschutz
Bertelsmann Stiftung, 2000
23,00 Euro


Joachim Steindorf, Gerhard Potrykus:
"Beck'sche Kurzkommentare"
Bd. 35, Waffenrecht
C.H. Beck, 1999
78,00 Euro



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