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Tödliche Verwechslung 47 Tote bei Absturz einer Boeing

Noch immer gehört menschliches Versagen an Bord eines Flugzeugs zu den Hauptursachen für Unfälle. Beim Absturz einer Passagiermaschine südlich von Nottingham unterlag die Crew einer fatalen Fehleinschätzung.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Flug 092 der British Midland Airways (BMA) startet am 8. Januar 1989 um 19.52 Uhr vom Londoner Flughafen Heathrow in Richtung Belfast. Nur 13 Minuten später meldete die Besatzung starke Vibrationen in der Maschine und Brandgeruch im Cockpit.

Man vermutete, dass eines der Triebwerke Feuer gefangen hatte. In der Tat war ein Ventilatorflügel in Triebwerk 1 gebrochen. Der Pilot beging einen fatalen Fehler und schaltete das funktionierende Triebwerk 2 statt des defekten aus. Die Crew beschloss, auf dem Flughafen von East Midlands zu landen. Auf einer Höhe von 270 Metern sank die verbliebene Motorenleistungen so erheblich, dass die Boeing gegen Bäume krachte und schließlich neben einer Autobahn abstürzte. 79 der 126 Pasaagiere konnten gerettet werden, auch die acht Besatzungsmitglieder überlebten das Unglück.

Absturz Boeing 737 der BMA, 8. Januar 1989

Fluglinie: British Midland Airways - BMA
Typ: Boeing 737-4Y0
Baujahr: 1988
Abflughafen: London-Heathrow Airport (LHR)
Zielflughafen: Belfast Int. Airport (BFS)
Flugnummer: 092
Absturzdatum: 8. Januar 1989
Uhrzeit: 20.25 Uhr
Ort: Kegworth (UK)
Motoren: 2 CFMI CFM56-3C1
Opfer unter der Besatzung: 0 von 8 an Bord
Opfer unter den Passagieren: 47 von 126 an Bord
Opfer gesamt: 47 von 126 Insassen