Unter die Haut Die Geschichte des Tattoo-Kults

Einst als Zeichen sozialer Randgruppen verpönt, zieren Tattoos mittlerweile etwa jeden zehnten Deutschen. Für viele sind die Hautbilder Teil der Selbstdarstellung und Form der Selbstverwirklichung.

Sendetermin: Freitag, 12.12.2008, 22.15 - 00.20 Uhr, VOX

Die Szene ist ein Querschnitt der Gesellschaft: Ob Steißgeweih oder Spinnennetz im Gesicht, längst verbindet der Wunsch nach unvergänglichem Körperschmuck Menschen aus allen Schichten. Die Kunst am Körper ist mehr ist als ein Trend. Tattoos avancierten in den neunziger Jahren zum Mode-Accessoire und gehören inzwischen für viele Jugendliche genauso dazu wie Ohrlöcher und Haarverlängerungen.

Es waren die Seefahrer, die einst von ihren Weltreisen Tattoos auf Arm, Brust oder Rücken mit nach Europa brachten. Lange galten die bunten Bilder als Erkennungszeichen von Knastbrüdern und waren Merkmale des Rotlichtmilieus. Heute sind sie Teil des Alltags.

Doch was ursprünglich ewig halten sollte, kann irgendwann zur unerwünschten Last werden. So haben viele ihre gestochenen Gemälde über dem Gesäß inzwischen wieder mühsam entfernen lassen. Kosten und Schmerzen des Entfernens übersteigen die des Erschaffens oft bei Weitem.

SPIEGEL TV Thema berichtet über die Geschichte der Tattoos, zeigt Ganzkörpertätowierungen im japanischen Stil, dokumentiert die schmerzhafte und kostspielige Prozedur des Tattoo-Entfernens und geht der Frage nach, warum manche nicht genug bekommen von der Lust an Schmerz und Schmuck.



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