Wunderwerk Mensch Wieviel wissen wir über uns selbst?

Themen u.a.: Der aufrechte Gang – Eine fast perfekte Mechanik; Akrobatik gegen die Gesetze der Schwerkraft – Der Cirque de Soleil in Las Vegas; Kryokonservierung - Der Traum vom ewigen Leben; Mark Warnecke - Der älteste Schwimm-Weltmeister aller Zeiten; Virtopsy – Mit neuen Techniken ins Innere des Menschen; Über Kohlen und Scherben – Unverwundbar allein durch Konzentration?; Nicht zu bremsen - Der Rennfahrer Alessandro Zanardi

Der aufrechte Gang – eine fast perfekte Mechanik

Unser Bewegungsapparat ist einmalig. Wir können laufen, klettern, schwimmen oder und seit knapp zweihundert Jahren auch Rad fahren. Bei jeder Bewegung spielt sich ein höchst komplexer Ablauf von Kraftübertragungen ab, der bislang nicht einmal annähernd nachgebaut werden konnte. Und immer wieder entdecken Wissenschaftler neue Details, die mehr Fragen aufwerfen, als dass sie Antworten liefern.

Akrobatik gegen die Gesetze der Schwerkraft – der Cirque de Soleil

Sie schweben durch Feuer oder fliegen 50 Meter hoch über die Bühne. Schwerkraft scheinen sie nicht zu kennen. "Cirque du Soleil" bietet eine Akrobatik-Show, in der nichts mehr unmöglich scheint. Zwei gewaltige Hebe- und Drehbühnen im MGM Grand Hotel in Las Vegas verwandeln sich in Schiffe, Wüsten oder Steilwände. Interaktive Videoprojektionen zaubern Wasser her, wo gar keins ist. Die perfekte Illusion – erst ein Blick hinter die Kulissen offenbart, wie das scheinbar Unfassbare doch recht einfach zu erklären ist.

Kyrokonservierung – der Traum vom ewigen Leben

Der Traum vom ewigen Leben ist so alt wie die Menschheit selbst. Und so gibt es Menschen, die sich als letzte Ruhestätte etwas anderes wünschen, als einen schlichten Holzsarg zwei Meter unter der Erde. Sie nennen sich "Kryoniker" und wollen nach ihrem Tod lieber tiefgekühlt, als eingebuddelt werden. Vor allem in Amerika gibt es immer mehr Kunden, die für teures Geld schockgefroren werden – alles in der Hoffnung, irgendwann in der Zukunft wiederbelebt zu werden.

Mark Warnecke - der älteste Schwimm-Weltmeister aller Zeiten

Als er 18 Jahre alt war, teilte ihm sein Trainer mit, er habe kein Talent. Heute ist Mark Warnecke mit 36 Jahren der älteste Schwimm-Weltmeister, den es je gab. Für ihn und Beobachter eine Sensation. Noch vor zwei Jahren wog er 117 Kilo, arbeitete in seinem alten Beruf als Arzt und hatte das Schwimmen fast aufgegeben. Doch dann wollte er es noch mal wissen. Mit einem völlig neuen Training und einem selbst entwickelten Diät-Eiweißpulver übertraf er bald sogar seine alte Form. Bei der Schwimm-Weltmeisterschaft 2007 in Melbourne tritt er noch einmal an.

Virtopsy – mit neuen Techniken ins Innere des Menschen

Wie der Mensch im Inneren aufgebaut ist – das wollten wir schon immer wissen. Bereits in der Antike fanden erste Autopsien statt, um - wie das altgriechische Wort besagt – "mit eigenen Augen zu sehen", wie der Mensch aufgebaut ist. Später konnte der Interessierte sich dann sogar in sogenannte "anatomische Theater" begeben – also in öffentliche Leichenöffnungen. Heute will man das anders machen und zwar virtuell, denn mit Scanner statt Skalpell wird ein ganz neuer Blick ins Innere des Menschen möglich.

Über Kohlen und Scherben – unverwundbar allein durch Konzentration?

Seit 15 Jahren meistert der gelernte Koch jeglichen Schmerz. Der Job eines Fakirs ist hart, egal ob in Indien oder im winterlichen Süddeutschland. Westliche Fakire stählen ihren Körper in einem ganz normalen Fitness-Studio. "Normal" allerdings nur auf dem ersten Blick, denn das Trainingsmaterial besteht aus achtzig zerschmetterten Sekt- und Weinflaschen! Fakire wie Frank Rößler kennen zwar Schmerz, sie lassen ihn bloß nicht in ihr Gehirn eindringen. Dafür werden eine ganze Menge Endorphine freigesetzt.

Nicht zu bremsen: Der Rennfahrer Alessandro Zanardi

Dieser Mann ist wahrlich nicht zu bremsen: Alex Zanardi ist der erste Pilot ohne Beine, der ein Formel 1 Auto gesteuert hat. Der 40-jährige Italiener hatte 2001 bei einem Unfall auf dem Lausitzring beide Beine verloren – trotzdem fährt er jetzt um die WM der Tourenwagen. Bei einer Testfahrt im Dezember in Valencia durfte er erstmals wieder ein Formel-1-Auto lenken. Am Ende war Zanardi nur eine knappe Sekunde langsamer als die festangestellten Testpiloten. Wie schaffte er es, nur fünf Jahre nach seinem Horror Crash zurück in den Rennwagen?