Mit Alma ins Ausland EU will neues Austauschprogramm für junge Jobsuchende auflegen

Ohne Ausbildung oder Beruf eine Zeit in Spanien, Italien oder Polen arbeiten: Die EU-Kommission will das künftig mit einem neuen Austauschprogramm für junge Menschen EU-weit möglich machen.
In Zukunft soll es für junge Menschen einfacher werden, für eine Zeit im Ausland zu arbeiten

In Zukunft soll es für junge Menschen einfacher werden, für eine Zeit im Ausland zu arbeiten

Foto: Pyrosky / E+ / Getty Images

Junge Menschen sollen in Zukunft verstärkt die Möglichkeit haben, Berufserfahrung im Ausland zu sammeln: Die EU-Kommission will ein neues Austauschprogramm für diejenigen auflegen, die weder Ausbildung noch Job gefunden haben.

»(Das Programm) Alma wird diesen jungen Leuten die Möglichkeit eröffnen, zeitlich befristet Berufserfahrung in einem anderen Mitgliedstaat zu sammeln«, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei ihrer Rede zur Lage der Union in Straßburg. Diese Jugendlichen verdienten eine Erfahrung, wie Studenten sie im Rahmen des Erasmus-Austauschprogramms machen könnten. Konkrete Details, an welche Altersgruppe sich das Programm richten soll, sind noch nicht bekannt.

Von der Leyen will der Jugend 2022 besonders Gehör schenken

Darüber hinaus kündigte von der Leyen an, 2022 ein Jahr der europäischen Jugend auszurufen. Damit sollten die jungen Leute wertgeschätzt werden, die während der Coronapandemie vieles zum Schutz anderer geopfert hätten. Junge Menschen müssten auch bei der Konferenz der Zukunft Europas  entscheidend mitwirken, die im Juni die Arbeit aufgenommen hat. Bei der Konferenz sollen Politiker und Bürger bis Frühjahr 2022 konkrete Vorschläge unter anderem zu Klima-, Umwelt- und Gesundheitsfragen erarbeiten. Von der Leyen sicherte zu, dass die EU-Kommission diese Vorschläge ernst nehmen werde.

flg/dpa
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