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Einstieg ins Familienunternehmen »Niemand sieht die ganzen Opfer, die man bringt«

Eigentlich wollten Manuel und Alexander Diepolder mit der Akkufirma ihres Vaters nichts zu tun haben. Warum sie am Ende doch eingestiegen sind und was sie jetzt anders machen, erzählen sie im Podcast.

Viele ihrer 40 Angestellten kennen Manuel, 32, und Alexander Diepolder, 31, seit ihrer Kindheit. Schon im Alter von fünf Jahren liefen sie mit Kehrbesen durch die Lagerhalle, später arbeiteten sie in den Schulferien für Allgäu Batterie, die Firma ihres Vaters. Sie stellt Akkus her, zum Beispiel für Gabelstapler.

Obwohl – oder vielleicht auch weil – die Firma schon damals für sie so präsent war, wollten die beiden Brüder nach dem Abitur mit Elektrotechnik nichts zu tun haben. Manuel Diepolder studierte Interkulturelles Management und lebte unter anderem in Nicaragua, Malaysia und Mexiko. Alexander Diepolder entschied sich für einen Bachelor in Tourismus- und Eventmangement und einen Master in Finance and Accounting in Berlin.

Dann stellte ihr Vater die entscheidende Frage: Wollt ihr die Firma übernehmen?

Manuel Diepolder sagt, er habe nicht lange überlegen müssen: »Ich hatte Lust, wieder zurückzukommen und das Erbe anzutreten.«

Dass sein Studium so gar nichts mit Akkus zu tun hatte, sieht er eher als Vorteil: »Wir haben sehr, sehr gute Elektrotechniker. Aber bis ich kam, gab es niemanden, der sich mit Unternehmenskultur befasst hatte, mit Kommunikation, mit Führung. Das sind Themen, die ich mitgebracht habe und die das Unternehmen bereichert haben.« Seit sechs Jahren arbeitet er nun für Allgäu Batterie, mittlerweile als Geschäftsführer.

Sein Bruder Alexander leitet den Vertrieb. »Ich habe am Anfang ein bisschen zu kämpfen gehabt«, sagt er. »Mein soziales Umfeld war in Berlin, das heißt, ich habe nicht nur beruflich einen Neustart gehabt.«

Das Wohl der Firma ging immer vor

Als Kinder hätten sie ihren Vater nur selten gesehen, die Arbeit, das Wohl der Firma, sei immer vorgegangen. Damals sei er auch zum ersten Mal mit Vorurteilen konfrontiert worden, sagt Manuel Diepolder. »Da war immer dieses Bild vom reichen Unternehmer im Kopf der Leute. Die ganzen Opfer, die man bringt, die sieht keiner. Kaum jemand kann sich vorstellen, was es bedeutet, die Verantwortung für so viele Leute zu tragen.«

Auch er arbeite jetzt selten weniger als 60 Stunden pro Woche und mache maximal zehn Tage Urlaub im Jahr. »Mir geht es nicht darum, ein riesiges Vermögen aufzubauen oder eine Jacht zu kaufen. Ich will nur die Firma weiterbringen.«

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Wie Manuel und Alexander Diepolder es geschafft haben, das Vertrauen der Angestellten zu gewinnen, wieso sie ihren Kommilitonen nichts von dem Familienbetrieb erzählt haben, und was ihnen an der Rückkehr ins Allgäu schwergefallen ist, erzählen sie im Podcast.

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